Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 10. Juni: „Kaum Anzeichen von Angst"
Während besonders die US-Tech-Werte stark schwanken, bewegen sich europäische Aktien, auch der DAX, in einer kleineren Spanne. Dennoch agieren 10 Prozent der Profis kurzfristig und versuchen, die Wellen zu handeln. 11 Prozent haben ihre Short-Engagements mit Gewinn verkauft, 9 Prozent sind long gegangen. Das hebt die Stimmung auf -11 Punkte. Anders die deutlich passiveren Privaten, von denen 2 Prozent long und 1 Prozent short gegangen sind mit einem Sentiment-Index von +2.
Unterm Strich hat sich nach Ansicht von Joachim Goldberg die Lage für deutsche Bluechips verschlechtert. An der Unterseite ist das Nachfragepotential geringer geworden und das Ausland ist anderweitig beschäftigt.
Abonnieren Sie die wöchentliche Sentiment-Analyse kostenlos per E-Mail
Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.




