Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 4. Februar: „Darf's ein bisschen mehr sein?"

Joachim Goldberg

Unterm Strich stehen in dieser sehr bewegten Börsenphase seit vergangenem Mittwoch ein paar Gewinnmitnahmen seitens der Profis zu Buche. Jeweils 2 Prozent sind an die Seitenlinie gewechselt. Der Sentiment-Index steht bei +12 Punkten, immerhin 12 Prozent sind überhaupt nicht investiert. Joachim Goldberg vermutet, dass die Preisspanne deutscher Bluechips nicht verlockend genug für neue Positionen war. Anders bei den Privaten, von denen 10 Prozent Aktien gekauft haben, 8 Prozent von der Seitenlinie aus. 

Der Verhaltensökonom bewertet die Stimmung als neutral und sieht “keine größeren Schieflagen”. Nach oben könnten 25.300/25.350 Punkte zu Verkäufen reizen. Eindeckungen von der Shortseite sieht er ab 24.050 und 24.100 Punkten. Insgesamt sei die Unterseite stabiler. 

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Zur Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Über Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.