Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 3. Dezember: "Den Schaum weggepustet"
Angesichts eines geringen Kursplus seit vergangener Woche und eines Rekordoptimismus gab es kaum Gewinnmitnahmen: 12 Prozent der Profis haben Aktien verkauft und nur 2 Prozent der Privaten. Die Mehrheit der Wechsler hat sich an die Seitenlinie zurückgezogen. Die beiden Sentiment-Indizes stehen mit +42 und +31 immer noch ziemlich hoch.
Joachim Goldberg glaubt nicht, dass die Erwartung einer Jahresendrally hinter dem Optimismus steckt, und geht davon aus, dass die meisten Long-Positionen noch im Minus sind. Zwischen 24.000 und 24.100 DAX-Punkten würde der Verhaltensökonom mit weiteren Gewinnmitnahmen rechnen. Es könnte aber auch sein, dass viele angesichts der wenigen verbliebenen Tage ihre Engagements einfach durchhalten. An der Unterseite sieht Goldberg erst ab 23.150/200 Punkten etwas stützende Kaufbereitschaft.
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Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.



