Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 25. März: „DAX und Stimmung zusammen in der Achterbahn"

Joachim Goldberg

Im Verlauf stand der DAX seit vergangenem Mittwoch rund 2.000 Punkte tiefer. Davon ist ein Minus von 3 Prozent übrig geblieben. Insbesondere übers Wochenende sei die Stimmung der Investorinnen und Investoren besonders schlecht gewesen, bemerkt Joachim Goldberg. Laut unserer Befragung sind 3 Prozent der Profis von long nach short gewechselt. Der Sentiment-Index steht mit +19 Punkten recht hoch. Von den Privaten haben 5 Prozent Aktien verkauft und 8 Prozent sind short gegangen. Deren Stimmung liegt mit +12 Punkten etwas tiefer.

Allerdings wertet der Verhaltensökonom die Stimmung in der relativen Betrachtung als weniger euphorisch. Er nimmt an, dass die Mehrheit der Käufer am Montag eingestiegen ist und bei schon geringen Kursgewinnen wieder verkaufen könnten, ab 23.600/650 Punkten. Auch nach unten sieht er diese Gruppe unter 22.000 als Abgeber. In der Summe biete die Behavioral Finance keinen Lichtblick. Dazu müsse sich die Nachrichtenlage nachhaltig stabilisieren.

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Zur Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Über Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.