Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 3. Juni: „Eine einzige Enttäuschung?"
Auf die geringe Handelsspanne mit leichtem Minus unterm Strich reagieren mittelfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger vor allem mit neuen Short-Positionen, allen voran die Profis. Zudem trennen sich 8 Prozent von deutschen Bluechips. Der Sentiment-Index dieser Gruppe fällt auf -31 Punkte. In eine ähnliche Richtung ziehen private Anlegerinnen und Anleger, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß.
Für Joachim Goldberg spricht vieles dafür, dass sich die neu hinzugekommenen Pessimisten am bisherigen Rekordhoch orientieren, das bislang nicht überschritten worden ist. Unterm Strich sieht er an der Unterseite ab 24.550/24.600 DAX-Punkten potentielle Nachfrage. Spannend würde es, sollte der DAX dennoch gegen Rekord steigen, weil dort eine Short-Squeeze drohe.
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Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.



