Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 11. März: „Jetzt erst recht?"
Zweckoptimismus bescheinigt Joachim Goldberg den von uns befragten mittelfristig orientierten Anlegerinnen und Anlegern. 8 Prozent der Profis haben ihre Short-Positionen glatt gestellt, mit guten Gewinnen vermutet der Verhaltensökonom. Aktien gekauft hat niemand, aber auch nicht verkauft. Goldberg sieht viele der bullishen Engagements unter Wasser. Anders die Privaten, von denen nicht nur 13 Prozent aus den Short-Engagements raus gegangen sind, sondern auch 8 Prozent in Aktien eingestiegen sind. Beide Sentiment-Indizes steigen auf +33 Punkte.
Für Goldberg ein schlechtes Zeichen. Die Long-Postionen sieht er als Belastung, nach oben rechnet er ab 24.600/24.650 Punkten mit Verkäufen. Nach unten ist die potentielle Nachfrage als Stütze kaum noch vorhanden. Er rechnet auch nicht mit langfristigen Kapitalzuflüssen aus dem Ausland.
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Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.



