Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 11. Februar: „Scheinbar Stillstand"

Joachim Goldberg

Auf die geringen Kursbewegungen deutscher Bluechips der vergangenen Tage reagierten professionelle Investorinnen und Investoren nur an der Oberseite mit Gewinnmitnahmen. 6 Prozent haben Aktien verkauft, 6 Prozent sind short-gegangen. Die übrigen Bären haben sich nicht bewegt und an der Seitenlinie ist es mit 36 Prozent ziemlich voll. Joachim Golberg vermutet, dass die Wechsler versuchen, angesichts des fehlenden Trends die Spanne zu handeln. Der Sentiment-Index dieser Gruppe steht auf der neutralen Null-Linie. Der Verhaltensökonom wertet ihn relativ betrachtet als leicht pessimistisch. Private Anlegerinnen und Anleger haben sich kaum bewegt.

Insgesamt sei die Sentiment-technische Situation des DAX leicht positiv. An der Unterseite erwartet Goldberg Käufe der Bären bei ca. 24.300 Punkten und erneut zwischen 24.100 und 24.150 Punkten. Nach oben stört jetzt weniger Angebot der Bullen.

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Zur Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Über Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.