Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 10. Dezember: "Stimmungswechsel ohne Folgen"

Joachim Goldberg

Das Sentiment hat sich gegenüber der Vorwoche massiv verschlechtert. Dies gilt insbesondere für die institutionellen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont. Der hohe Optimismus der Vorwoche ist völlig verschwunden – und das interessanterweise, ohne dass die dahinter stehenden Positionsveränderungen den DAX bislang unter Druck gesetzt hätten. Was vordergründig irritierend erscheint, lässt laut Joachim Goldberg nur die Schlussfolgerung zu, dass auf der anderen Seite langfristige Nachfrage vorhanden gewesen sein muss.

Möglicherweise gehen viele Marktteilnehmer aktuell davon aus, dass von der heute endenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank wenig Positives zu erwarten ist.

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Zur Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Über Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.