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10.04.26 10:43:57

Daimler Truck spürt US-Schwäche - Verkäufe sinken deutlich

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN (dpa-AFX) - Der schwächelnde Markt in den USA und weniger verkaufte Busse haben bei Daimler Truck DE000DTR0CK8 für einen erneuten Absatzrückgang gesorgt. Im ersten Quartal verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849 Lastwagen und Busse, wie das Unternehmen in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Das war ein Rückgang von neun Prozent.

Die US-Tochter verzeichnete beim Absatz das stärkste Minus. Die Verkäufe gingen im ersten Quartal um 25 Prozent auf 29.432 Fahrzeuge zurück. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.

Die Verkäufe von Mercedes-Benz Trucks hingegen legten um 13 Prozent auf 34.486 Fahrzeuge zu. Ein Grund für die Entwicklung nannte das Unternehmen auf Anfrage nicht. Der Absatz bei den Bussen ging von Januar bis März um ein Fünftel auf 4.972 Fahrzeuge zurück. Eine Erklärung für den Absatzeinbruch lieferte der Nutzfahrzeughersteller nicht.

Daimler Truck will anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. Mai nähere Details zum Absatz und geschäftlichen Entwicklung zum Auftakt des Jahres 2026 nennen.

Gewinneinbruch im vergangenen Jahr

Der Nutzfahrzeugsteller steht unter Druck. Der Gewinn war 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft belastet. Der Umsatz fiel um neun Prozent auf rund 49,5 Milliarden Euro. Der Absatz war 2025 um acht Prozent zurückgegangen. 422.510 Lkw und Busse verkaufte Daimler Truck im vergangenen Jahr.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden./ols/DP/nas

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