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17.07.23 09:30:00

Aus dem ETF-Magazin: "Europa im Vorteil"

Aktien aus Europa glänzen mit niedrigeren Bewertungen als US-Titel und mit einem Aufwärtstrend bei den Unternehmensgewinnen. Einige Branchen sind besonders spannend, denkt das ETF Magazin.
 

17. Juli 2023. MÜNCHEN (ETF Magazin). Es fehlen nur noch 150 Punkte, dann markiert der Euro-Stoxx-50-Index ein neues 20-Jahreshoch. Seit dem Einbruch im vergangenen Jahr klettern Europas Aktien nahezu unaufhaltsam nach oben. Nicht ohne Grund: „Europäische Unternehmen legten unerwartet hohe Gewinne vor, denn sinkende Energiepreise und die wieder steigende Nachfrage aus China kurbelten die Wirtschaft an“, analysiert Nigel Bolton, Co-Chief Investment Officer bei BlackRock Fundamental Equities.

Die  Chancen an Europas Börsen seien jetzt besser als an der Wall Street. „Europäische Aktien sind weiterhin billiger als US-Titel – langfristige Anleger können daher auf dem alten Kontinent viele Qualitätsfirmen mit ähnlichen Fundamentaldaten wie die ihrer US-Wettbewerber finden – aber mit attraktiverer Bewertung“, prognostiziert Bolton.

Auch die Börsenstrategen der BNP Paribas denken, dass die Erholung Chinas positiv auf europäische Aktien wirken wird. Sie  empfehlen, jetzt europäische Aktien höher zu gewichten als US-Titel – auch, weil sich die europäische Wirtschaft nicht so stark abkühlen werde wie bislang prognostiziert. Es sprechen sogar einiges dafür, dass die jüngste Gewinndynamik weiter anhält.

Die Strategen der französischen Bank erkennen dabei drei besonders chancenreiche Branchen: Banken, Luxusgüterhersteller sowie Öl- und Gasunternehmen. Mit drei Sektor-ETFs lässt sich gezielt in diese Branchen investieren.

Unterschätzte Banken

Chancen wittern die BNP-Aktienstrategen vor allem im europäischen Bankensektor. Die Aktien der Geldbranche wurden im März im Zuge der Regionalbankenkrise in den USA sowie der Notübernahme der Credit Suisse ordentlich abgestraft. Doch das scheint eine Panikreaktion gewesen zu sein. Seit April läuft die Erholung – und es sollte noch mehr drin sein. Immerhin signalisiert das Ertragsmodell der BNP Paribas in den nächsten Monaten deutlich höhere Gewinne, als die Marktteilnehmer im Schnitt erwarten. Der Bankensektor dürfte nach Einschätzung der BNP-Analysten von den höheren Zinssätzen und einem robusten Wirtschaftswachstum in Europa profitieren. Auch charttechnisch gibt es positive Signale.

Mit dem STOXX-Europe-600-Banks-ETF von Lyxor oder einem anderem Anbieter partizipieren Anleger an der Kursentwicklung von rund 40 europäische Banken. Schwergewicht in diesem ETF bilden britische Geldinstitute, allen voran die HSBC, gefolgt von spanischen, französischen und italienischen Banken. Mit im Boot sind aber auch die Deutsche Bank und die Commerzbank. Das ETF-Portfolio verdeutlicht übrigens auch, wie preiswert Europas Banken heute zu haben sind. Nach Berechnungen von Morningstar werden die Bankaktien im ETF nur mit dem Sechsfachen ihres Jahresgewinns bewertet. Die Dividendenrendite erreicht dabei ein Spitzenniveau von 7,3 Prozent.

Auch für den europäischen Öl- und Gassektor spricht die nach wie vor die sehr günstige Bewertung. Ferner glänzen europäische Öl- und Gasfirmen nach wie vor als spendable Dividendenzahler. Aktuell liegt die Dividendenrendite der Ölfirmen bei etwa fünf Prozent. Als liquider und preiswerter ETF für diesen Sektor bietet sich der SPDR-MSCI-Europe Energy-ETF an, der die elf größten Ölkonzerne Europas  enthält. Teuerer aber dafür breiter gestreut ist der iShares-Stoxx-Europe-600-Oil-and-Gas-ETF mit 22 Aktien.

Hohe Gewinne

Überzeugt zeigt sich die BNP Paribas auch von europäischen Luxuswaren-Anbietern. Diese Unternehmen sind gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis zwar nicht so niedrig bewertet wie die Bankaktien, punkten dafür aber schon jetzt mit hohem und weiterhin stabilem Gewinnwachstum. Zudem scheinen Luxusgüterhersteller auch immun gegen die Auswirkungen steigender Zinsen zu sein. Gleichzeitig spielt das Re-Opening der chinesischen Wirtschaft der Branche in die Hände – China zählt zu den wichtigsten Absatzmärkten. Die BNP Paribas hält die durchschnittlichen Gewinnschätzungen deshalb für zu niedrig. Per ETF investierbar werden die Luxusgüter mit dem S&P-Global-Luxury-ETF von Amundi, dem einzigen Luxus-ETF am Markt. Er deckt die ganze Palette der Luxusbranche ab – Schmuck, Mode, Alkohol, Autos. Der Indexfonds ist zwar global aufgestellt, aufgrund ihrer Dominanz am Weltmarkt dieser Branche überwiegen jedoch im ETF europäische Unternehmen.

NameISINKosten 
Invesco EURO STOXX 50IE00B60SWX250,05thesaurierend
BNP Paribas STOXX Europe 600FR00115501930,20thesaurierend
Lyxor STOXX Europe 600 BanksLU18349834770,30thesaurierend
Amundi S&P Global LuxuryLU16810486300,25thesaurierend
SPDR MSCI Europe EnergyIE00BKWQ0F090,18thesaurierend

von Sascha Rose, Juli 2023, © ETF Magazin

Der Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe des ETF Magazins, dem Fachjournal für Profis und informierte Anleger*innen.

  • Sie können sich das Magazin als PDF herunterladen.
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