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27.04.26 11:03:18

OTS: ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V. / Der Deutsche ...

Der Deutsche Heimtiermarkt 2025 / Umsätze bleiben auf hohem Niveau -

Heimtiere in 43 Prozent der Haushalte (FOTO)

Wiesbaden/Düsseldorf (ots) - Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten

hat sich die deutsche Heimtierbranche auch im Jahr 2025 auf hohem Umsatzniveau

behauptet - getragen von innovativen Unternehmen und der besonderen Bedeutung,

die Heimtiere für viele Menschen haben. Der stationäre Fach- und

Lebensmitteleinzelhandel erzielte einen Umsatz von gut 5,3 Milliarden Euro und

lag damit nur leicht unter dem Vorjahresergebnis (minus 0,7 Prozent). Hinzu

kamen gut 1,5 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 134 Millionen Euro

für Wildvogelfutter. Somit belief sich der Gesamtumsatz der deutschen

Heimtierbranche im vergangenen Jahr auf knapp 7 Milliarden Euro.

Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung blieb im Vergleich zu 2024 mit rund 4,3

Milliarden Euro fast unverändert (plus 0,3 Prozent). Das Segment Bedarfsartikel

und Zubehör hingegen entwickelte sich rückläufig, mit einem Umsatz von nicht

ganz 1,1 Milliarden Euro und einem Minus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Größere Investitionen, beispielsweise in Hundezubehör, Kleintiergehege oder

Vogelvolieren, wurden aufgrund der anhaltend angespannten finanziellen Lage

zurückgestellt.

"Der deutsche Heimtiermarkt ist ein stabiler, gesellschaftlich verankerter Markt

mit einer verlässlichen Nachfrage. Dennoch nehmen die wirtschaftlichen

Belastungen zu - für Hersteller, Händler als auch für Tierhalterinnen und

Tierhalter", kommentiert Norbert Holthenrich, Präsident des ZZF - Zentralverband

der Heimtierbranche e.V. "Das Wohl der Heimtiere bleibt für Tierfreunde jedoch

nach wie vor zentral, weshalb sie in eine gesunde Ernährung und Pflege ihrer

Heimtiere investieren."

"Die gesamtwirtschaftliche Lage ist derzeit für alle herausfordernd, für die

Hersteller von Heimtierprodukten ebenso wie für Tierhalterinnen und Tierhalter",

so Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V.

"Umso mehr freut uns die insgesamt konstante Entwicklung der Umsätze unserer

Branche. Wir sehen aber auch tierartenspezifische Unterschiede. Während etwa

Zuwächse bei Hundesnacks und Katzenfutter zur Stabilisierung der Umsätze mit

Heimtier-Fertignahrung beitrugen, mussten andere Bereiche Einbußen hinnehmen."

Katzenfutter mit Umsatzplus

Klarer Umsatzsieger im Bereich Heimtier-Fertignahrung war 2025 der Markt für

Katzenfutter. Er blieb mit einem Gesamtumsatz von gut 2,3 Milliarden Euro im

stationären Handel und einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr das

größte Futtersegment und entwickelte sich durchweg positiv: Snacks

einschließlich Katzenmilch kamen auf 380 Millionen Euro (plus 3,0 Prozent),

Feuchtfutter auf gerundet 1,6 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent) und

Trockenfutter auf 379 Millionen Euro (plus 0,5 Prozent).

Gemischtes Ergebnis bei Hundefutter

Der Umsatz mit Hundesnacks ist 2025 um 2,1 Prozent auf 768 Millionen Euro

gestiegen. Die Segmente Feuchtfutter (582 Millionen Euro, minus 1,9 Prozent) und

Trockenfutter (403 Millionen Euro, minus 2,7 Prozent) zeigten eine gegenläufige

Entwicklung. Insgesamt erzielte der Markt für Hundefutter in den klassischen

Vertriebswegen einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und blieb damit nahezu

auf Vorjahresniveau (minus 0,3 Prozent).

Umsatzrückgänge bei Nahrung für weitere Heimtiere und Wildvogelfutter

Nachdem das Segment Zierfischfutter in den vergangenen Jahren durchweg

Umsatzzuwächse im stationären Handel verzeichnen konnte, setzte sich dieser

Aufwärtstrend 2025 nicht fort (60 Millionen Euro, minus 3,2 Prozent). Auch die

Segmente Ziervogelfutter (68 Millionen Euro, minus 3,7 Prozent) und

Kleintierfutter (76 Millionen Euro, minus 7,3 Prozent) mussten Einbußen

hinnehmen.

Ein ähnlicher Trend zeigte sich bei Wildvogelfutter: Die Umsätze in diesem

Segment beliefen sich 2025 auf 134 Millionen Euro, ein Minus von 7,6 Prozent.

Verluste im Bereich Bedarfsartikel und Zubehör

Der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör verzeichnete 2025 mit einem Gesamtumsatz

von knapp 1,1 Milliarden Euro im stationären Handel ein Minus von 4,6 Prozent.

Diese Entwicklung spiegelte sich auch in den einzelnen Segmenten wider. So

mussten alle Bereiche Verluste hinnehmen, von Katzenstreu (370 Millionen Euro,

minus 1,6 Prozent) über Zubehör für Katzen (230 Millionen Euro, minus 5,0

Prozent) und Hunde (200 Millionen Euro, minus 6,5 Prozent) bis hin zu

Bedarfsartikeln und Zubehör für Ziervögel (24 Millionen Euro, minus 11,1

Prozent), Zierfische (160 Millionen Euro, minus 4,2 Prozent) und Kleintiere (79

Millionen Euro, minus 10,2 Prozent).

Lebensmitteleinzelhandel stärkster Absatzweg für Heimtier-Fertignahrung -

Fachhandel führend bei Bedarfsartikeln und Zubehör

Wichtigster Absatzweg für Heimtier-Fertignahrung blieb 2025 mit einem Umsatz von

mehr als 2,8 Milliarden Euro und einem Umsatzanteil von 66 Prozent weiterhin der

Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern). Bei

Bedarfsartikeln und Zubehör wie etwa Gehegen, Technik, Pflegeprodukten, Streu

und Beschäftigungsartikeln behauptete sich der Fachhandel mit einem Umsatz von

808 Millionen Euro und einem Umsatzanteil von 76 Prozent als Hauptabsatzweg.

Online-Handel hält Umsatzlevel

Während knapp ein Drittel der Tierhaltenden Heimtierprodukte ausschließlich im

stationären Handel erwirbt, kaufen andere gern auch im Internet ein: 61 Prozent

der Halterinnen und Halter geben sowohl im Ladengeschäft als auch online Geld

für ihre Heimtiere aus. So betrug das geschätzte Umsatzvolumen in Online-Shops

und -Marktplätzen im Jahr 2025 über 1,5 Milliarden Euro und lag damit etwas

höher als 2024 (plus 0,6 Prozent). Differenzierte, tierartenspezifische Daten

zum Online-Markt sind derzeit noch nicht verfügbar.

Mehr als 33 Millionen Heimtiere in Deutschland

Im Jahr 2025 lebten 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in

Haushalten in Deutschland. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere.

Insgesamt lebte in 43 Prozent aller Haushalte in Deutschland mindestens ein

Heimtier. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das

Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF durchgeführt hat (Telefon- und

Online-Erhebung, Basis 5.000 Befragte).

Die Katze bleibt beliebtestes Heimtier

Viele Menschen gehen eine enge emotionale Bindung zu ihren Heimtieren ein und

nehmen sie als Teil der Familie wahr. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen

erneut die Katzen: Insgesamt 15,7 Millionen Stubentiger lebten 2025 in 24

Prozent der Haushalte. Dabei hatten 43 Prozent der Katzenhaltenden zwei oder

mehr samtpfotige Mitbewohner.

Hunde sind mit 10 Millionen Tieren ebenfalls sehr beliebt. Im vergangenen Jahr

lebte in jedem fünften Haushalt mindestens einer der treuen Vierbeiner. 43

Prozent von ihnen sind Mischlinge. Darüber hinaus lebten im vergangenen Jahr 4,4

Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster oder Mäuse in 5

Prozent der Haushalte sowie 3,3 Millionen Ziervögel in 3 Prozent der Haushalte.

In 4 Prozent der Haushalte pflegten Aquarianer ihre Fische in insgesamt 2,1

Millionen Aquarien. Die Zahl der Gartenteiche mit Zierfischen und der Terrarien

betrug jeweils eine Million in zwei bzw. einem Prozent der Haushalte. In 13

Prozent aller Haushalte lebten mindestens zwei Heimtierarten. Darüber hinaus

wurden in 1,4 Prozent der Privathaushalte Homefarming-Tiere wie Hühner oder

Wachteln gehalten.

"Katzen, Hunde, Nager und Co. können das Leben ihrer Halterinnen und Halter auf

vielfältige Weise bereichern und gerade auch in wirtschaftlich und politisch

unsicheren Zeiten großen Halt geben", so Georg Müller. "Das spiegelt sich in der

anhaltend hohen Gesamtzahl der Mitbewohner mit Fell, Federn, Flossen oder

Schuppen wider. Wichtig ist dabei eine verantwortungsvolle Haltung, die das Wohl

der Tiere in den Mittelpunkt stellt."

Heimtiere als Familienmitglied und Sozialpartner

2025 hatten etwa zwei von drei Familien mit Kindern (67 Prozent) und gut jeder

vierte Single (28 Prozent) ein Heimtier. "Diese Zahlen bestätigen die wichtige

Rolle von Heimtieren als Familienmitglieder und Sozialpartner", sagt Norbert

Holthenrich.

Die meisten Heimtierhaltenden in Deutschland leben in Mehrpersonenhaushalten.

2025 belief sich der Anteil von Zweipersonenhaushalten auf 35 Prozent, der

Anteil von Haushalten mit drei Personen und mehr auf 39 Prozent. 26 Prozent der

Tierhalterinnen und Tierhalter lebten in Einpersonenhaushalten.

Alter der Heimtierhaltenden ähnlich zum Vorjahr

Die Altersstruktur der Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer hat sich 2025 kaum

verändert. Wie in den Vorjahren waren auch letztes Jahr viele von ihnen im

mittleren Alter: 19 Prozent waren 30 bis 39 Jahre alt, 18 Prozent 40 bis 49 und

21 Prozent 50 bis 59. Der Anteil der Tierhaltenden bis 29 Jahre betrug 17

Prozent und der Anteil der über 60-Jährigen 25 Prozent.

Das Fazit von Müller und Holthenrich: Dass der Markt für Heimtierprodukte das

hohe Umsatzniveau der Vorjahre trotz schwieriger wirtschaftlicher

Rahmenbedingungen 2025 weitgehend halten konnte, ist ein positives Signal und

ein Zeichen der Resilienz der deutschen Heimtierbranche. Gleichzeitig

unterstreicht die anhaltend hohe Zahl von Heimtieren ihre gesellschaftliche

Bedeutung.

Pressekontakt:

ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V.

Pressesprecherin/Leitung

Kommunikation

Antje Schreiber

Mainzer Straße 10

65185 Wiesbaden

Telefon 0611/447553-14

mailto:presse@zzf.de

http://www.zzf.de

Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Pressesprecher

Detlev Nolte

c/o nolte PR GmbH

Kirchbachstraße 95

28211 Bremen

Telefon 0421/83050-20

mailto:detlev.nolte@nolte-pr.de

http://www.ivh-online.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/73380/6263270

OTS: ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V.

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