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26.02.26 12:55:10

OTS: Proxima Fusion / Meilenstein für die Kernfusion in Europa: Proxima ...

Meilenstein für die Kernfusion in Europa: Proxima Fusion, Freistaat

Bayern, die Max Planck Gesellschaft und RWE kooperieren, um gemeinsam

das erste kommerzielle Fusionskraftwerk zu realisieren (FOTO)

München (ots) - +++ Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet: Erstes

kommerzielles Stellarator-Fusionskraftwerk ("Stellaris") soll in Bayern

entstehen - der ehemalige Kraftwerksstandort Gundremmingen gilt dafür als

besonders gut geeignet.

+++ Um den Weg zur kommerziellen Nutzung der Fusionsenergie zu beschleunigen,

soll in Garching bei München in direkter Nachbarschaft zum Max-Planck-Institut

für Plasmaphysik (IPP) ein Forschungs- und Demonstrationsstellarator ("Alpha")

gebaut werden.

+++ Klare Erwartung: Ein priorisierter und beschleunigter Weg zur kommerziellen

Fusionsenergie wird signifikante Wertschöpfungsimpulse für die deutsche und

europäische Zulieferindustrie setzen und neue Arbeitsplätze im bayerischen und

europäischen Fusionsökosystem schaffen.

Proxima Fusion, Europas am schnellsten wachsendes Fusionsenergie-Unternehmen,

hat gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

(IPP) und RWE eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU)

unterzeichnet. Im MoU erklären die Partner ihre Absicht zur Zusammenarbeit auf

dem Weg über einen Fusionsdemonstrators "Alpha" zum ersten kommerziellen

Magnetfusions-Kraftwerk, an jeweils geeigneten Standorten im Freistaat Bayern.

Fusionsenergie ist eine grundlastfähige, saubere und sichere Energieform,

weitgehend unabhängig vom Zugang zu begrenzten Rohstoffen. Sie stärkt Europas

Energiesouveränität und industrielle Wettbewerbsfähigkeit und produziert, anders

als die Kernspaltung, keine langlebigen radioaktiven Abfälle.

Das MoU formuliert einen Fahrplan hin zu Europas erstem ans Netz angeschlossenen

Magnetfusionkraftwerk "Stellaris". Als Standort ist Gundremmingen in Bayern

vorgesehen. RWE baut dort gegenwärtig das stillgelegte Kernkraftwerk zurück, was

Platz für Europas erstes Fusionskraftwerk schafft. Im MoU ist vereinbart,

gemeinsam an einer entsprechenden Umnutzung der bestehenden Infrastruktur zu

arbeiten. RWE bringt ihre umfassende Betreibererfahrung und Know-how über

Genehmigungsverfahren für Kraftwerke in die Kooperation ein. Dies verschafft

deutliche Zeit- und Kostenvorteile im globalen Wettbewerb um das erste

kommerzielle Fusionskraftwerk. Der Bau des ersten Fusionskraftwerks in

Deutschland ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert und wird

durch die Hightech-Agenda Deutschland und den Aktionsplan Fusion bekräftigt.

Geschwindigkeit aufnehmen: Der Weg zum kommerziellen Fusionskraftwerk beginnt

mit "Alpha"

Im MoU verständigen sich die vier Kooperationspartner darauf, zunächst den

Demonstrationsstellerator "Alpha" zu bauen. Der Demonstrator ist als modernster

Stellarator der Welt ausgelegt und soll erstmals eine positive Energiebilanz des

Plasmas erreichen. Das bedeutet, dass das Plasma mehr Energie freisetzt, als ihm

zugeführt werden muss. Alpha ist damit ein investitionseffizienter Schritt zur

gezielten Risikoreduktion, der den Weg zur kommerziellen Nutzung deutlich

beschleunigt. Der Demonstrator ermöglicht es, entscheidende

Schlüsseltechnologien unter realistischen Bedingungen zu testen, Erkenntnisse in

kurzen Entwicklungszyklen zu gewinnen und technologische wie wirtschaftliche

Risiken systematisch zu reduzieren - ohne bereits die volle Komplexität und das

finanzielle Risiko eines kommerziellen Systems tragen zu müssen.

Das IPP übernimmt dabei die führende Rolle in der Plasmaphysik und die

wissenschaftliche Leitung von Alpha. Proxima Fusion ist für das Engineering, die

öffentlichen Ausschreibungen und den Bau des Demonstrators verantwortlich.

Partnerschaft für Finanzierung und Umsetzung

Die Kooperationspartner beginnen ihre Planungen auf Basis eines gemeinsamen

Co-Finanzierungsmodells aus privaten und öffentlichen Mitteln.

Proxima Fusion beabsichtigt, rund 20 Prozent der Gesamtkosten des Projekts über

private, internationale Investoren zu finanzieren. Auch RWE signalisiert im

Rahmen des MoU die Bereitschaft zu einer finanziellen Beteiligung. Vorbehaltlich

einer Förderung durch den Bund stellt der Freistaat Bayern eine mögliche

landesseitige Kofinanzierung von 20 Prozent (bis zu 400 Millionen Euro) in

Aussicht. Darüber hinaus bündeln alle vier Partner ihre Anstrengungen, um

maximale Erfolgsaussichten bei der Einwerbung von Bundesmitteln im Rahmen der

Hightech-Agenda Deutschland zu erzielen.

Wirtschaftsmotor Fusionsenergie: Kooperation von Proxima Fusion, Freistaat

Bayern, IPP und RWE setzt wichtige Signale für den Hochlauf der Fusionsindustrie

Damit etabliert sich ein Finanzierungs- und Umsetzungsmodell, das die

Magnetfusion als investierbare Realität verankert. Dieses Vorgehen ist

entscheidend, um private Investitionen in relevanter Größenordnung für die

Skalierung der europäischen Fusionsindustrie zu mobilisieren. Ziel ist die

Industrialisierung der Fusionsenergie in Europa und ihre Etablierung als

tragender Baustein für mehr Energieunabhängigkeit.

Der Großteil der Investitionen für den Demonstrator Alpha fließt unmittelbar in

die industrielle Lieferkette. Europas Industriekompetenz im Bereich der Fusion

wird erstmals in einem konkreten, realisierbaren Engineering-Projekt gebündelt,

das konsequent auf kommerzielle Nutzung ausgerichtet ist und den Übergang von

exzellenter Forschung zu industrieller Umsetzung markiert. Dadurch wird es

möglich, weitere Investitionen gezielt zu kanalisieren und so den Hochlauf der

Fusionsindustrie zu beschleunigen. Es wird erwartet, dass allein während der

Bauphasen von Alpha und Stellaris mehrere tausend Arbeitsplätze entstehen und

ein industrieller Auftrags- und Investitionsschub mit einer mehrjährigen

Pipeline konkreter Industrieaufträgeentlang der bayerischen und europäischen

Lieferkette ausgelöst wird - von Fertigung und Bau bis zu supraleitenden

Magneten, Leistungselektronik und Kraftwerksinfrastruktur.

Zitate:

"Dieses MoU ist ein Meilenstein, der die europäische Fusionsindustrie sichtbar

auf der globalen Bühne positioniert. Es markiert den Startpunkt eines

industriellen Ökosystems, das bestehendes und neues Know-how in Europa bündelt

und Wertschöpfung hier verankert. Damit beginnt ein langfristiger industrieller

Wachstumspfad über die kommenden Jahrzehnte, der neue Exportchancen für

Deutschland und Europa eröffnet.

Mit Alpha in Garching und Stellaris in Gundremmingen verbinden wir erstmals in

Europa exzellente Grundlagenforschung, privat finanzierte und staatlich

geförderte Hightech-Innovation sowie deren industrielle Umsetzung an einem

Standort. Bayern entwickelt sich damit vom Forschungs- zum

Fusionsindustriestandort.

Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, RWE und dem Max-Planck-Institut für

Plasmaphysik arbeiten wir daran, dass das erste, wirtschaftliche

Fusionskraftwerk in Deutschland ans Netz geht - ein starkes und international

sichtbares Signal, dass Europa seine Energiezukunft selbst gestaltet.",

kommentiert Francesco Sciortino, Mitgründer und CEO von Proxima Fusion das mit

dem MoU gestartete, gemeinsame Projekt.

Dr. Markus Krebber, CEO RWE AG: "Das Potenzial der Fusionstechnologie für die

Energieversorgung der Zukunft ist enorm. Deutschland kann dank einer exzellenten

Forschungslandschaft und den daraus hervorgegangenen Startups wie Proxima Fusion

eine Vorreiterrolle einnehmen. Deswegen ist es gut, dass die Regierungen auf

Bundes- und Länderebene das Thema gemeinsame vorantreiben, um einen

kommerziellen Fusionsreaktor in Deutschland zu errichten. Das wollen wir bei RWE

gerne unterstützen. Unsere Rückbaustandorte bieten mit ihrer bestehenden

kerntechnischen Infrastruktur in Verbindung mit unserer Betreiber-Expertise

beste Voraussetzungen, um Deutschland im internationalen Wettbewerb Zeit- und

Kostenvorteile zu verschaffen."

Prof. Dr. Sibylle Günter, Wissenschaftliche Direktorin des Max-Planck-Instituts

für Plasmaphysik: "Die wissenschaftlichen Erfolge der vergangenen Jahre haben

den Weg bereitet - nun können wir sie in einer Public Private Partnership für

die konkrete Entwicklung auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerks nutzen.

Deutschland ist mit dem IPP auf dem Gebiet der Stellaratorforschung absolute

Weltspitze und mit dieser MoU haben wir die Chance, diese Führungsrolle weiter

auszubauen" .

Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident: "Wieder ein Meilenstein in der

Hightech-Geschichte Bayerns: Kernfusion ist eine völlig neue Technologie für

grundlastfähigen, CO2-freien und sauberen Strom in unbegrenzter Menge. So

könnten wir den exponentiellen Stromhunger durch Elektromobilität, KI und

Rechenzentren stillen. Bayern ist im weltweiten Wettbewerb um diese Stromquelle

der Zukunft mit voller Kraft dabei. Heute war dazu der Start einer Partnerschaft

zwischen dem Energiekonzern RWE, dem Münchner Physik-Start-up Proxima Fusion und

dem weltweit führenden Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. Bayern

spielt den Fusions-Doppelpass: Wir planen einen Demo-Reaktor ,Alpha' in Garching

bei München und ein Fusionskraftwerk ,Stellaris' in Gundremmingen. Damit wird

die Technologie erforscht und die Umsetzbarkeit in der Realität getestet.

Proxima Fusion will mit privaten Investoren eine Magnetfabrik aufbauen und plant

mit bis zu 1000 Beschäftigten. Gerade findet eine der weltgrößten

Investorenkonferenzen in München statt. Der Freistaat begleitet die Forschung

zur Magnetfusion in der Hightech Agenda Bayern mit bis zu 400 Mio. Euro und auch

der Bund will sich mit der Hightech Agenda Deutschland beteiligen. All das ist

ein Kraftakt - allein ,Alpha' benötigt zwei Mrd. Euro. Mut und Wucht sind aber

notwendig für die Erforschung von Zukunftstechnologien und den Transfer von der

Wissenschaft zur wirtschaftlichen Anwendung. Nur wenn wir massiv in Technologie

investieren, erhalten wir unsere Chancen auf Wohlstand auch in der Zukunft."

Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst: ",Alpha'

ist ein Meilenstein auf dem Weg zum ersten kommerziellen Fusionskraftwerk auf

deutschem und bayerischem Boden. Wir waren Pionierstandort mit dem Garchinger

Forschungsreaktor als erste kerntechnische Anlage in Deutschland vor 70 Jahren -

und wir wollen jetzt Pionierstandort sein für den nationalen

Demonstrationsreaktor zur Kernfusion.

Auch das MoU ist Ergebnis bayerischer Pionierleistung: Wir waren das erste Land,

das Kernfusion als Schlüsselmission definiert hat. Mit dem Masterplan Kernfusion

haben wir schon 2023 den Startschuss gegeben, die Kernfusion aus der Forschung

in die Anwendung zu bringen. Was damals belächelt wurde, wird heute besiegelt.

Wir haben investiert und investieren weiter, weil wir an die Technologie glauben

und von unserem einzigartigen Ökosystem überzeugt sind. Wir können gemeinsam

einen jahrzehntelangen Traum Wirklichkeit werden lassen."

Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung

und Energie: "Bayern ist in einer hervorragenden Ausgangslage für den ersten

Magnetfusions-Demonstrator in Bayern. Wir verbinden dazu die weltweit führende

Forschungsexpertise des IPP mit den ingenieurtechnischen Fähigkeiten der Gründer

von Proxima Fusion. So münzen wir unsere Stärken in industrielle und

strategische Wettbewerbsvorteile um."

Über Proxima Fusion

Proxima Fusion wurde 2023 aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

ausgegliedert, um die erste Generation von Fusionskraftwerken mit

QI-HTS-Stellaratoren zu bauen. Proxima hat seitdem ein Weltklasse-Team von

Wissenschaftlern und Ingenieuren aus führenden Unternehmen und Institutionen

zusammengestellt, darunter das IPP, das MIT, Harvard, SpaceX, Tesla und McLaren.

Durch einen simulationsgesteuerten Ansatz in der Technik, der fortschrittliche

Computer und Hochtemperatur-Supraleiter nutzt, um auf den bahnbrechenden

Ergebnissen des W7-X-Experiments des IPP aufzubauen, führt Proxima Europa in

eine neue Ära sauberer Energie, und zwar für immer.

Pressekontakt:

Proxima Fusion

Maria Dantz

Flößergasse 2

81369 München

Tel. 0031 614715715

mailto:press@proximafusion.com

LHLK Agentur für Kommunikation

Celine Albers

Gustav-Meyer-Allee 25

13355 Berlin

+49 30 4000652 - 18

mailto:proxima@lhlk.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/177716/6224646

OTS: Proxima Fusion

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