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08.04.26 09:19:12

OTS: KfW / KfW Research: Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative ...

KfW Research: Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte

des Klimawandels

Frankfurt am Main (ots) -

- KfW-Klimabarometer: Unter den Großunternehmen in Deutschland sind sogar 74

Prozent von Folgen der Erderwärmung betroffen

- Besonders energieintensive Unternehmen leiden

Mehr als jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) in Deutschland sieht sich bereits

von negativen Folgen des Klimawandels betroffen. Das sind rund 800.000

Unternehmen. Besonders große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro

Jahresumsatz leiden unter den mannigfaltigen Auswirkungen der Erderwärmung: 74

Prozent von ihnen geben an, zumindest teilweise von negativen Konsequenzen

betroffen zu sein. Unter den größeren Mittelständlern mit mehr als 50

Beschäftigten - aber weniger als 500 Millionen Euro Umsatz - sehen das noch 42

Prozent so.

Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung des KfW-Klimabarometers 2025, einer

jährlichen Unternehmensbefragung rund um die Themen Klimaschutz und

Energiewende. Ausgewertet wurden für diese Sonderauswertung vor allem Daten der

vierten Erhebungswelle (Februar bis Juni 2025), an der rund 13.300 Unternehmen

teilgenommen haben.

Unter den Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten geben nur 19

Prozent an, negative Folgen des Klimawandels zu spüren. "Große Unternehmen sind

häufig international vernetzt. Sie haben internationale Lieferketten und

Absatzmärkte. Dadurch sind große Unternehmen oft unmittelbar betroffen, wenn es

zu Extremwetterereignissen auch in weit von Deutschland entfernten Gebieten

kommt", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Die Betroffenheit hat zuletzt unter den Großunternehmen zugenommen. Im

KfW-Klimabarometer 2024 gaben erst 61 Prozent dieser Unternehmen an, die Folgen

des Klimawandels zumindest teilweise zu spüren - ein Jahr später sind es 13

Prozentpunkte mehr.

Besonders anfällig für die negativen Folgen des Klimawandels sind auch

energieintensive Unternehmen. Insbesondere Unternehmen mit einem Energieanteil

von zehn Prozent und mehr an den Gesamtkosten spüren die Konsequenzen: 31

Prozent dieser Unternehmen geben an, zumindest teilweise betroffen zu sein - das

sind noch einmal fünf Prozentpunkte mehr als in der Vorjahresbefragung.

In Erinnerung kommen hier die trockenen Sommer 2022 und 2025, als einige

energieintensive Branchen unter Druck gerieten. Aufgrund der niedrigen

Flusspegel erreichten weniger Güter und Energieträger ihre Bestimmungsorte,

thermische Kraftwerke und Wasserkraftwerke waren in ihrer Leistung begrenzt.

Auch industrielle Kühlprozesse leiden unter eingeschränkter Kühlwassernutzung.

"Extremwetterereignisse wie Dürren, Stürme oder Überschwemmungen nehmen weltweit

zu und verursachen erhebliche Schäden, auch in Deutschland", sagt Dr. Dirk

Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. "Eine konsequente und ambitionierte

internationale Klimaschutzpolitik dient nicht nur dem Schutz der menschlichen

Gesundheit und der Stabilität von Ökosystemen. Sie ist ein bedeutender Hebel zur

Sicherung des zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstands."

Die Studie ist zu finden unter Fokus Volkswirtschaft | KfW (https://www.kfw.de/%

C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Volkswirts

chaft/)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel. +49 69 7431 41336

E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6251111

OTS: KfW

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