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06.04.26 09:31:04

OTS: KfW / KfW Research: Deutschland erlebt starken Anstieg der ...

KfW Research: Deutschland erlebt starken Anstieg der

Gründungstätigkeit

Frankfurt am Main (ots) -

- Anzahl der Gründerinnen und Gründer lag 2025 bei 690.000 - nach 585.000 im

Vorjahr

- Anteil der Gründungen im Nebenerwerb steigt auf Rekordwert von 70 Prozent

- Schwächelnder Arbeitsmarkt könnte eine Ursache der Entwicklung sein

Die Gründungstätigkeit in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Schub

erhalten. Die Gründungsintensität hat sich von 115 auf 136 Existenzgründungen je

10.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren erhöht. Umgerechnet auf die

Bevölkerung in diesem Alter, entspricht das rund 690.000 Gründerinnen und

Gründern - nach 585.000 im Jahr zuvor.

Die positive Entwicklung ist maßgeblich durch Nebenerwerbsgründungen getrieben.

Die Gründungsintensität im Nebenerwerb ist im Vorjahresvergleich von 75 auf 95

je 10.000 Personen gestiegen. Das entspricht umgerechnet rund 483.000

Nebenerwerbsgründungen im Jahr 2025 - nach 382.000 im Vorjahr. Dagegen hat sich

die Gründungsintensität im Vollerwerb mit 41 je 10.000 Personen im dritten Jahr

in Folge kaum verändert. Umgerechnet entspricht dies 206.000

Vollerwerbsgründungen im Jahr 2025. Durch die unterschiedliche Entwicklung ist

der Anteil von Nebenerwerbsgründungen an der Gründungstätigkeit im vergangenen

Jahr auf bisher unerreichte 70 Prozent gestiegen.

Das sind Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors. Dieser ist

eine repräsentative Bevölkerungsbefragung. Im Jahr 2025 wurden dafür etwa 30.000

Telefoninterviews sowie zusätzlich 20.000 Online-Interviews geführt. Der Begriff

Gründerinnen und Gründer ist breit definiert: Dazu zählen Menschen, die sich im

Voll- oder Nebenerwerb, freiberuflich oder gewerblich, per Neugründung,

Beteiligung oder Übernahme selbstständig gemacht haben.

Der Hauptgrund für die Befragten, eine selbstständige Tätigkeit im Nebenerwerb

zu beginnen, ist es, zusätzliches Einkommen zu generieren. "Ein möglicher Grund

für den starken Anstieg der Gründungstätigkeit im Nebenerwerb sind die

gestiegenen Lebenshaltungskosten", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der

KfW. "Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist schwieriger geworden, auch kleine

Nebenjobs sind nicht mehr leicht zu finden. Die Selbstständigkeit kann hier eine

Alternative für einen Zuverdienst sein."

Die Mehrheit der Gründerinnen und Gründer in Deutschland ist aus Überzeugung

selbstständig. Zwei Drittel präferieren die Selbstständigkeit grundsätzlich

gegenüber einer Anstellung. Bei Nebenerwerbsgründungen sind es anteilig zwar

weniger als im Vollerwerb - allerdings immer noch die klare Mehrheit und 2025

sogar mehr als im Vorjahr.

Von den Existenzgründungen hatten im vergangenen Jahr 24 Prozent Beschäftigte.

Sologründungen durch nur eine Person dominierten mit 86 Prozent gegenüber

Teamgründungen. Gegründet wurde größtenteils neu, die Unternehmen wurden also

rechtlich und organisatorisch erstmalig aufgesetzt. Nur zehn Prozent waren

Existenzgründungen durch Übernahme.

"Deutschland braucht junge innovative Unternehmen", sagt Schumacher.

"Deutschland braucht aber auch eine stabile Unternehmenslandschaft. Etwa 545.000

mittelständische Unternehmen suchen bis Ende 2029 eine Nachfolgerin oder einen

Nachfolger. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wäre es unglaublich wichtig,

dass sich mehr Menschen für die Übernahme eines bestehenden Unternehmens

begeistern."

Die Kurzanalyse ist zu finden unter Volkswirtschaft Kompakt | KfW (https://www.k

fw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Volkswirt

schaft-Kompakt/?kfwmc=pm.p.per.mix.na.google.google.erweitern-auf.PM-Mix_DK_Mitt

elstand_Basis.na.na.na.na.na&wt_cc3=23000290697__&gad_source=1)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Dr. Jobst-Hinrich Wiskow,

Tel. +49 69 7431-55519

E-Mail: mailto:jobst-hinrich.wiskow@kfw.de , Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6249808

OTS: KfW

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