Fairness, die überzeugt - 40 Jahre Organico / 22,7 Prozent mehr Umsatz
im Wirtschaftsjahr 2025 / Perspektiven für 2026 (FOTO)
Wuppertal (ots) - Nach dem 50-jährigen GEPA-Geburtstag im letzten Jahr steht
schon das nächste Jubiläum an: Vor 40 Jahren kam der erste faire Bio-Kaffee der
GEPA auf den Markt und entwickelte sich zum Klassiker schlechthin. In
turbulenten wirtschaftlichen und politischen Zeiten ist der Kaffee ein Anker,
der zeigt, dass Fairness nach wie vor Zeichen setzen kann. Im Livestream hat die
Fair Handels-Pionierin jetzt in ihrer Jahrespressekonferenz über das
abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2025 berichtet. Trotz starker Preisschwankungen
auf den Rohwarenmärkten und entsprechendem Preisdruck auf dem Markt und im
Handel konnte die GEPA das Jubiläumsjahr 2025 erfolgreich abschließen.
Umsatzsteigerung auf Großhandelsumsatz 104 Millionen Euro
"Erstmals bewegen wir uns mit dem im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafteten Umsatz
im dreistelligen Millionenbereich - trotz aller Herausforderungen ein
Rekordwert", erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth . "Die
GEPA hat einen Großhandelsumsatz von 104 Millionen Euro erreicht, ein Plus von
22,7 Prozent zum Vorjahr. Verbraucher*innen kauften für rund 126,9 Millionen
Euro (Umsatz zu Endverbrauchspreisen) z.B. Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und
Handwerksartikel ein. Die Anpassung der Endverbrauchspreise im April letzten
Jahres aufgrund hoher Rohwarenpreise bei Kaffee und Kakao haben die Kund*innen
überwiegend akzeptiert. "Wir hatten zwar in der Folge moderate Absatzrückgänge
bei Kaffee und Schokolade, konnten aber insgesamt unsere Marktposition festigen.
Wir freuen uns, dass wir mittlerweile 89,6 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes
mit Produkten aus geprüft ökologischem Anbau erzielen", so Matthias Kroth.
Bei zentralen Weichenstellungen für die Zukunft - etwa der Photovoltaikanlage
auf dem Lagerdach der GEPA - ist durch eine Erweiterungsinvestition in einen
Speicher eine Erhöhung des Autarkiegrades von 50 auf über 70 Prozent geplant.
"Das ist ein wichtiger Schritt angesichts der aktuellen Energiesituation", sagte
Matthias Kroth. Darüber hinaus konnten nach einem Jahr Betrieb bereits 311
Tonnen CO2 eingespart werden.
Fairness, die bei Verbraucher*innen gewinnt
"Wir danken allen Engagierten entlang der Lieferkette sowie den Weltläden, die
sich seit Jahrzehnten mit großer Überzeugung und Ausdauer für den Fairen Handel
einsetzen", sagte Peter Schaumberger, Geschäftsführer Marke und Vertrieb . "Dass
Fairness und Qualität Verbraucher*innen überzeugt, zeigt sich eindrucksvoll am
40-jährigen Geburtstag unseres bio- und fairen Klassikers Organico. Was 1986 als
erster fairer Bio-Kaffee auf dem deutschen Markt begann, hat sich zu einer
ganzen Produktfamilie entwickelt und ist heute eine der bekanntesten
Kaffeemarken des Fairen Handels - über Generationen hinweg."
Mit der neuesten Sorte "organico blonde fairness" sollen besonders junge
Zielgruppen angesprochen werden, weil hier Röstprofile mit betont fruchtigen
Aromen besonders im Trend liegen. Auch mit den neuen Nussriegeln wird das Thema
der Kombination von Genuss mit Haltung - "Fairness mit Biss" - auf der
Verpackung optisch auffallend und mit modernem Design umgesetzt.
Die neuen Kampagnenclips im Rahmen der Markenkampagne auf Meta und Google setzen
der ausufernden KI-Fantasie die gelebte Realität fairer Produkte der GEPA
entgegen und zeigen: "Auch wenn sich angesichts zahlreicher weltweiter Krisen
viele ohnmächtig fühlen, kann jede*r etwas tun, um sich für eine bessere Welt
einzusetzen", so Peter Schaumberger.
Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik , machte auf das
UN-Jahr "Frauen in der Landwirtschaft" aufmerksam. Ziel ist, die zentrale Rolle
von Produzentinnen weltweit sichtbar zu machen und sich für
Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. "Frauen haben eine herausragende
Bedeutung in der Landwirtschaft, besonders im Hinblick auf Ernährungssicherung
und Biodiversität global. Gleichzeitig sind sie noch immer strukturell
benachteiligt und haben meist schlechteren Zugang zu Landbesitz, Technologie und
Krediten", sagte Andrea Fütterer.
Anders zeigt beispielsweise die honduranische Cashew-Genossenschaft La Sureñita,
wie Frauen im Agrarbereich im Globalen Süden besonders gestärkt werden. Die GEPA
kooperiert bereits seit 38 Jahren mit ihnen. Die Frauen übernehmen alle Aufgaben
bei La Sureñita - von der Verarbeitung der Nüsse bis zum Export. In den neuen
GEPA-Nussriegeln verleihen sie z.B. dem "Bio Dark Choc Sea Salt"-Riegel seinen
knackigen Biss.
Im Video-O-Ton erklärte Maria Antonia Lopez, Präsidentin der
Cashew-Genossenschaft La Sureñita aus Honduras: "Ich habe als Frau festgestellt,
dass meine Stimme zählt und ich etwas beitragen kann in meiner Kooperative. Denn
als ich mit meinen Kolleginnen zu arbeiten anfing, haben wir gesehen, dass wir
Entscheidungen treffen können, um unsere Kooperative voranzubringen."
Unter http://www.gepa.de/jahres-pk-2026 kann der Livestream noch einmal
angesehen werden.
Hintergrund:
Wirtschaftliche Entwicklung Geschäftsjahr 2025
Vertriebsbereiche:
- Der prozentuale Anteil der geprüft ökologischen Produkte am Lebensmittelumsatz
ist mit 89,6 Prozent gewachsen (Vorjahr rund 88,5 Prozent).
- Der Vertrieb Weltläden/Aktionsgruppen ist mit einem Umsatz von rund 19,7 Mio.
Euro im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent gestiegen.
- Der Vertrieb Lebensmitteleinzel-, Bio- und Naturkosthandel verzeichnet mit
einem Umsatz von rund 38,9 Mio. Euro ein Plus von 13,4 Prozent.
- Im Vertrieb Außer-Haus-Service (z.B. Betriebsgastronomie oder
Bildungseinrichtungen) ist der Umsatz im letzten Jahr auf rund 9,9 Mio. Euro
um rund 10 Prozent gewachsen.
- Der Onlineshop für Endkund*innen stieg auf rund 3,1 Mio. Euro (plus 1,8
Prozent).
- Der Umsatz im Bereich Ausland/Verarbeiter stieg um rund 66,9 Prozent auf 32,3
Mio. Euro.
Produktgruppen:
- Der Kaffeeumsatz stieg um 7,7 Prozent auf 36,5 Mio. Euro.
- Der Umsatz mit Schokolade wuchs um 26,7 Prozent auf 29,4 Mio. Euro.
- Der Bereich "Sonstige Lebensmittel" legte im Vergleich zum Vorjahr mit einem
Umsatz von 36,7 Mio. Euro um 40,3 Prozent zu.
- Der Umsatz von Handwerksartikeln ging um 5 Prozent zurück auf 1,4 Mio. Euro.
Als Fair Trade-Pionierin steht die GEPA seit 51 Jahren für Transparenz und
Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit (Gründungsdatum: 14.05.1975). Wir handeln als
größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial
engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch
faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr
Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der
Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk "Die
Sternsinger".
Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA
vielfach ausgezeichnet worden, z. B. wurde sie als "Sieger des Deutschen
Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen 2026" in der Branche "Kaffee, Tee und
Gewürze" u.a. für ihre nachhaltigen Lieferketten gewürdigt, Ende 2023 mit dem
German SDG-Award Kategorie "Unternehmen" sowie mit dem "CSR-Preis der
Bundesregierung 2020" in der Kategorie Verantwortungsvolles
Lieferkettenmanagement".
Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem
Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen
sowie zur GEPA allgemein unter http://www.gepa.de , alle Produkte unter
http://www.gepa-shop.de .
Mitgliedschaften:
- World Fair Trade Organization (WFTO)
- European Fair Trade Association (EFTA)
- Forum Fairer Handel (FFH)
Pressekontakt:
GEPA - The Fair Trade Company
Barbara Schimmelpfennig
Pressesprecherin
Fon: 0202 - 266 83 60
Fax: 0202 - 266 83 10
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