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20.01.26 18:05:21

EQS-News: Die Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur (deutsch)

Die Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur

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auto-schweiz / Schlagwort(e): Jahresergebnis

Die Schweizer Automobilitätspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur

20.01.2026 / 18:05 CET/CEST

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Jahresmedienkonferenz 2026

Zürich, 20. Januar 2026

An ihrer heutigen Jahresmedienkonferenz fordert auto-schweiz eine deutliche

Kurskorrektur in der Schweizer Automobilitäts- und Klimapolitik. Es gilt,

die Überregulierung rasch zu beenden, Mobilität wieder bezahlbar zu machen,

und die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Nur so lassen sich die

Schweizer Klimaziele mit den Bedürfnissen der Branche und der Konsumenten

vereinbaren.

Der Schweizer Personenwagenmarkt befindet sich in einem historischen Tief.

Die knapp 234'000 Neuzulassungen im Jahr 2025 entsprechen dem tiefsten Stand

seit 25 Jahren, abgesehen von der Corona-Pandemie. Während sich die

europäischen Märkte schrittweise erholen, verharrt die Schweiz klar unter

dem Vor-Pandemie-Niveau von über 300'000 Fahrzeugen pro Jahr. Diese

Entwicklung ist hausgemacht: Eine realitätsferne Regulierung, hohe

Energiepreise und fehlende marktwirtschaftliche Anreize bremsen die

Nachfrage. Dabei hat die Automobilimportwirtschaft geliefert: Die

Automobilhersteller investieren Jahr für Jahr mehr als 80 Milliarden Euro in

Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Branche in Europa. Die

Kunden können zwischen rund 300 elektrifizierten Personenwagen-, 70

Lieferwagen sowie 45 Lastwagen in allen Preis- und Nutzungskategorien

wählen.

Trotz dieses breiten Angebots verläuft der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge

nur schleppend. Der Marktanteil der Steckerfahrzeuge lag 2025 bei rund 34

Prozent und damit deutlich unter den politischen Zielwerten. Die 50

Prozent-Zielmarke der Roadmap des Bundes wird klar verfehlt; die Ausbreitung

der Elektromobilität braucht mehr Zeit als von der Politik erwartet. Das

Problem liegt bei den politisch gesetzten Rahmenbedingungen und den zu

ambitionierten Fristen: hohe Strompreise, ungenügende städtische

Ladeinfrastruktur, regulatorische Unsicherheit sowie neue Steuer- und

Abgabenpläne verunsichern Private ebenso wie Firmenkunden.

auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder sagt: «Die Politik muss aufhören,

die Automobilwirtschaft zu drangsalieren und die Mobilität für Private und

Firmen zu verteuern. Stattdessen braucht es ein funktionierendes Ökosystem

für die Elektromobilität, Investitionssicherheit und verlässliche politische

Signale für Autonutzerinnen und -nutzer. Davon profitieren alle: Private,

Unternehmen, unser Wirtschaftssektor und das Klima».

Bezahlbare Mobilität und bessere Rahmenbedingungen sind der Schlüssel zum

Erfolg

auto-schweiz fordert deshalb den Abbau der finanziellen Belastung für die

Autowirtschaft und Autonutzer. Dazu zählen ein Deregulierungspaket für die

Autowirtschaft mit einem raschen Abbau bürokratischer Auflagen, die Kosten

verursachen, aber keine Lenkungswirkung entfalten, der Verzicht auf neue

Steuern und Abgaben, die Abschaffung der 4-prozentigen Automobilimportsteuer

sowie Preiswettbewerb im Strommarkt. Ebenso zentral ist eine Verbesserung

der politischen Rahmenbedingungen für Elektromobilität. Die Schweiz soll die

europäischen Flexibilisierungsmassnahmen übernehmen und konsequent auf einen

kostenverursachenden «Swiss Finish» verzichten. Die Zielerreichung ist

zeitlich zu glätten und der Absenkungspfad marktrealistisch auszugestalten.

Von der millionenschweren, unwirksamen Sanktionspolitik ist wegzukommen,

dafür ist die Technologieoffenheit zu stärken. Helmut Ruhl, Vizepräsident

auto-schweiz und CEO AMAG Group AG, sagt: «Entscheidend für den

Markthochlauf sind zudem der beschleunigte Ausbau der öffentlichen

Ladeinfrastruktur in den Städten sowie die Umsetzung des Rechts auf Laden.»

Die acht Forderungen von auto-schweiz:

1. Autowirtschaft deregulieren

2. Keine neuen Steuern (E-Abgabe, LSVA)

3. 4%-Automobilimportsteuer abschaffen

4. Preiswettbewerb am Strommarkt

5. Europäische Flexibilisierung übernehmen

6. CO2-Sanktionsmechanismus überarbeiten

7. Öffentlichen Ladeinfrastruktur ausbauen

8. «Verkehr 45»: mehr Projekte für den Strassenverkehr

Schweizer Sonderweg verteuert die Mobilität und bremst das Erreichen der

Klimaziele

Die Schweiz verfügt europaweit über eines der rigidesten

CO-Sanktionsregimes mit Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich,

welche einseitig die Fahrzeugimporteure treffen, unabhängig von der

tatsächlichen Nachfrage. Donato Bochicchio, Vizepräsident auto-schweiz,

Managing Director PCDOL & LOGEP, Emil Frey AG, ergänzt: «Während das

restliche Europa seine CO-Vorgaben flexibilisiert hat und sie marktnäher

gestalten will, hält die Schweiz an einem Sanktionsmodell fest, das die

Mobilität verteuert und Ersatzinvestitionen schwächt». Gekoppelt mit einer

hohen Steuer- und Abgabenlast der Fahrzeugbesitzer wird dadurch eine weitere

Ausbreitung der Elektromobilität massiv erschwert.

E-Abgabe ist aufzuschieben

Eine zusätzliche Abgabe auf Elektrofahrzeuge ist zum heutigen Zeitpunkt

kontraproduktiv und bremst den dringend notwendigen Markthochlauf. Solange

Elektrofahrzeuge nur einen geringen Anteil am Gesamtwagenpark ausmachen,

lehnt auto-schweiz neue Belastungen entschieden ab und fordert stattdessen

stabile, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.

Überarbeitung der Schwerverkehrsabgabe

Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs ist ein bisheriger Erfolg der

Schweizer Verkehrspolitik, der nicht durch regulatorische Unsicherheit

gefährdet werden darf. Für die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe

(LSVA) braucht es langfristige Planungs- und Investitionssicherheit sowie

verlässliche Übergangsregelungen, damit Unternehmen weiterhin in

emissionsarme Lastwagen investieren.

Keine Zweckentfremdung der Finanzmittel von den Automobilisten

Die Automobilisten leisten bereits heute jährlich rund 13 Milliarden Franken

an Steuern und Abgaben und finanzieren die Verkehrsinfrastruktur mehr als

kostendeckend. Diese Mittel müssen konsequent und vollständig der

Mobilitätsinfrastruktur zugutekommen - eine Zweckentfremdung untergräbt

Akzeptanz, Investitionsbereitschaft und Vertrauen.

Infrastrukturprogramm «Verkehr '45» aus Schieflage befreien

Ein weiterer zentraler Hebel für eine zukunftsfähige Mobilitätspolitik ist

das Infrastrukturprogramm «Verkehr '45». Obwohl der Strassenverkehr den

Grossteil der Personen- und Güterkilometer erbringt und sich selbst

finanziert, werden dringend notwendige Strassenprojekte aus politischen

Gründen zurückgestellt. Die Folge sind jährlich rund 55'000 Staustunden mit

volkswirtschaftlichen Schäden von mehreren Milliarden Franken. auto-schweiz

fordert deshalb deutlich mehr Projekte für den Strassenverkehr. Die Mittel

dafür sind vorhanden.

Medienmitteilung als PDF Download

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Ende der Medienmitteilungen

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=2b434640-f622-11f0-8534-027f3c38b923&lang=de

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