FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der kleinen Korrektur vom Freitag versucht sich der Dax DE0008469008 am Montag zum Start in den neuen Börsenmonat November zu stabilisieren. Die Ölpreise gingen nach einem Bericht über diplomatische Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Krieg zwischen den USA und dem Iran zurück und stützten damit die Kurse.
Am Nachmittag notierte der Dax mit minus 0,07 Prozent auf 25.800 Punkten. Der Nasdaq-Schwäche am Freitag konnte er sich größtenteils entziehen. Auch in Asien gab es am Morgen überwiegend Gewinne. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen legte zuletzt um 0,51 Prozent auf 30.626 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 trat quasi auf der Stelle.
Bevor am Dienstag die Zwischenwahlen in den USA für Spannung sorgen dürften, veröffentlicht in der laufenden Berichtssaison am Montag nach US-Börsenschluss der iPhone-Hersteller Apple US0378331005 als vorletztes Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 seine Quartalszahlen. Der US-Techsektor stand zuletzt unter Druck. Erneut hohe Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur hatten in den vergangenen Tagen Aktien wie Meta US30303M1027, Alphabet US02079K3059 und Amazon US0231351067 deutlich belastet und am Markt die Zweifel größer werden lassen, ob und wann sich die hohen Ausgaben rentieren.
In der Vorwoche hatte der Dax mit über 26.100 Punkten den höchsten Stand seit Anfang September erreicht und trotz des Rückschlags am Freitag ein Wochenplus von zweieinhalb Prozent eingefahren. Auch der Oktober war mit einem Zuwachs von zweieinhalb Prozent ein guter Börsenmonat.
Aufgrund der geringeren Technologielastigkeit im Dax sei in der vergangenen Handelswoche den deutschen Standardwerten etwas gelungen, was nicht oft gelinge: eine Abkopplung von der Entwicklung der US-Börsen, hieß es von der Fürst Fugger Privatbank. Eine kurzfristig höhere Volatilität sollte von den Marktteilnehmern eingeplant werden. "Wichtig wäre jetzt, dass die Phase um die Zwischenwahlen in den USA die übliche starke Wertentwicklung liefert."
Laut den Experten des Vermögensverwalters HQ Trust haben nach US-Zwischenwahlen oft gute Zeiten für Aktien begonnen. So habe der marktbreite US-Index S&P 500 US78378X1072 seit 1928 in den zwölf Monaten danach im Schnitt um 12,4 Prozent zugelegt, mehr als doppelt so viel wie nach Präsidentschaftswahlen. "Verlor der Präsident seine Mehrheit im Repräsentantenhaus, fiel das Plus sogar noch höher aus."
Der Gesundheitskonzern Fresenius DE000FRE5EN2 baut mit einer Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Auftragsforscher und -fertiger WuXi Biologics seine Pipeline von Nachahmermedikamenten deutlich aus. Fresenius erhalte einen exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten, hieß es. Auf dem höchsten Kursniveau seit Anfang März gewannen die Aktien am Nachmittag 2 Prozent.
Die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 stabilisierten sich mit plus 0,9 Prozent nach ihrem fast siebenprozentigen Kursrutsch vom Freitag. Eine markantere Erholung blieb aus.
Die Anteile des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron DE000A0WMPJ6 verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux um 5,3 Prozent. Den BeiersdorfDE0005200000-Aktien machte indes eine Abstufung durch die HSBC von "Buy" auf "Hold" nichts aus, der Kurs notierte 0,9 Prozent fester.
Nachrichten zum Portfolio von Mutares DE000A2NB650 bewegten die Aktien der Beteiligungsgesellschaft. Mit einem Plus von 5,2 Prozent holten die SDax DE0009653386-Papiere einen Teil ihrer jüngst kräftigen Verluste wieder auf./ajx/stk
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