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05.08.26 12:10:51

Aktien Frankfurt: Dax verliert an Schwung nach Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Höhenflug am deutschen Aktienmarkt aus dem frühen Handel zur Wochenmitte ist gegen Mittag verpufft. Hoffnungen auf eine Beilegung des Iran-Krieges, weiter sinkende Ölpreise und eine Rally bei Technologie-Aktien hatten den Dax DE0008469008 zunächst klar nach oben auf ein weiteres Rekordhoch getrieben. Zuletzt notierte der Leitindex aber nur noch kaum verändert bei 26.211 Punkten.

Der MDax DE0008467416 legte am Mittwoch um 0,1 Prozent auf 32.595 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stagnierte. Zuvor hatte der Leitindex des Euroraums ebenfalls ein neues Hoch markiert.

Wie das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete, sollen die USA, der Iran und der Oman kurz vor einer vorübergehenden Vereinbarung zur Öffnung der Schifffahrtsroute durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus stehen. Die US-Regierung strebe eine entsprechende Ankündigung noch am Mittwoch an. Der Vorschlag soll demnach vorsehen, dass keine Maut oder Gebühren erhoben werden.

"Die Investoren tendieren derzeit dazu, den Tag vor dem Abend zu loben. Das Wirrwarr aus den vergangenen Wochen und Monaten sollten ein mahnendes Beispiel für verfrühten Optimismus sein", gab Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader zu bedenken.

Ein optimistischerer Geschäftsausblick von Fresenius <DE0005785604> überzeugte die Anleger des Medizin- und Krankenhauskonzern. Der Aktienkurs stieg bis auf den höchsten Stand seit Mitte März und notierte gegen Mittag 5,8 Prozent im Plus. Damit waren die Papiere der Spitzenreiter im Dax. Jefferies-Analyst James Vane-Tempest attestierte dem Unternehmen ein starkes Wachstum.

Die Geschäfte von Siemens Energy DE000ENER6Y0 laufen weiter rund. Der Energietechnikkonzern steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich und übertraf dabei die Erwartungen der Analysten. Den im Frühjahr angehobenen Ausblick bestätigte Siemens Energy. Für die in diesem Jahr sehr gut gelaufenen Papiere von Siemens Energy ging es aber nach zunächst klaren Kursgewinnen abwärts. Zuletzt verloren sie 0,9 Prozent.

Höhere Mieten gaben Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern Vonovia DE000A1ML7J1 im ersten Halbjahr Auftrieb. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen entwickelte sich deutlich besser. Auf den Nettogewinn drückten hingegen höhere Finanzierungskosten. Die Ergebnisziele für das laufende Jahr bestätigte Vonovia, wurde für das Mietwachstum wegen des Berliner Mietspiegels aber vorsichtiger. Die Aktien reagierten darauf mit einem Kursrückgang von 2,5 Prozent.

Der Halbleiterhersteller Infineon DE0006231004 erzielte dank der boomenden Nachfrage nach Stromchips für KI-Rechenzentren im dritten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz. Auch im wichtigen Automobilgeschäft zogen die Geschäfte an. Die Ergebnisse und der Ausblick könnten allerdings für Enttäuschung sorgen, vermutete JPMorgan-Experte Sandeep Deshpande. Die Infineon-Titel sackten als Dax-Schlusslicht um 4,8 Prozent ab.

Eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms sowie US-Zollrückzahlungen brachten die Titel der DHL Group DE0005552004 nicht voran. Nach ihrem starken Lauf seit Anfang April bis in die Nähe des fünf Jahre alten Rekordhochs aus der Corona-Zeit verloren die Titel zuletzt 2,1 Prozent. Seit Jahresanfang steht aber ein Plus von fast 22 Prozent zu Buche.

Gea DE0006602006 will eigene Aktien im Wert von bis zu einer halben Milliarde Euro zurückkaufen. An der Börse kam dies gut an. Die Anteilsscheine des Anlagenbauers legte um 1,4 Prozent zu.

Die Aussicht auf Klarheit für die US-Geschäfte von Wacker Chemie DE000WCH8881 mit dem Chip- und Solarindustrie-Grundstoff Polysilizium trieb den Aktienkurs um 6,4 Prozent nach oben an die Spitze des MDax. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass die US-Regierung die Einführung einer Preisuntergrenze sowie von Zöllen für Polysilizium und verwandte Produkte vorbereite./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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