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26.02.26 14:43:02

Aktien Frankfurt: Dax legt weiter zu - Zahlenflut im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax DE0008469008 hat am Donnerstag seine Verluste abgeschüttelt und ist ins Plus gedreht. Am frühen Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,51 Prozent höher bei 25.305 Punkten.

Der MDax DE0008467416, der die mittelgroßen Börsenwerte enthält, verlor hingegen 0,24 Prozent auf 31.357 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 ging es um 0,4 Prozent hoch.

Neben den mit Spannung erwarteten, aber verhalten aufgenommenen Nvidia US67066G1040-Geschäftszahlen stand am deutschen Aktienmarkt ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus.

Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus half dem Internetportal-Betreiber Scout24 DE000A12DM80 ebenso wenig wie das avisierte weitere Wachstum: Die Aktien büßten 3,3 Prozent ein und notierten zeitweise so niedrig wie seit April 2024 nicht mehr. JPMorgan-Analyst Marcus Diebel verwies auf schwächer als erwartet ausgefallene Umsätze mit Privatkunden. Da die Aktien seit dem Rekordhoch im Sommer fast die Hälfte ihres Werts verloren haben, droht im März der Rauswurf aus dem Dax.

Für Munich Re DE0008430026 ging es nach einem zuletzt guten Lauf der Aktien um 2,1 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Allianz DE0008404005-Titel gaben um 0,7 Prozent nach. Ein Händler sah die Geschäftsentwicklung des Versicherers trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter.

Die Aktien des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials DE0006047004 büßten am Dax-Ende 6 Prozent ein. Hier belastete die anhaltende Debatte über das europäischen Emissionshandelssystem ETS. Zum Thema wurde ein Artikel, wonach Italien auf dessen Aussetzung drängen soll, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Von den Anlegern in der CO2-intensiven Chemiebranche wurde diese Entwicklung dagegen begrüßt.

Deutsche Telekom DE0005557508 notierten nach einigen Schwankungen 1,2 Prozent im Minus. Ein Börsianer sprach von durchwachsenen Zahlen und Unternehmenszielen. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sichere die Aktie aber nach unten ab.

Die Titel von MDax-Schlusslicht Freenet DE000A0Z2ZZ5 sackten um weitere 11 Prozent ab. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter blieb mit seinen Jahreszahlen sowohl hinter der eigenen Planung als auch den Analystenerwartungen zurück. Zudem enttäuschten die Unternehmensziele.

Beim Gabelstaplerhersteller Kion DE000KGX8881 sorgte ein ebenfalls schwacher Ausblick für Kursverluste von 9.7 Prozent. Im Schlepptau von Kion gaben die Anteile des Konkurrenten Jungheinrich DE0006219934 um 6,6 Prozent nach.

Für Hensoldt DE000HAG0005 ging es um 7,7 Prozent nach unten, obwohl der weltweite Rüstungsboom dem Radar-Spezialisten einen Auftragsrekord und einen deutlichen Gewinnanstieg im Tagesgeschäft beschert hatte. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sah derweil die Mitte der operativen Ergebniszielspanne zwei Prozent und die Dividende noch deutlicher unter dem Marktkonsens.

Dagegen konnten sich die Anleger bei Puma DE0006969603 über ein Kursplus von 2 Prozent freuen. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank. Aixtron DE000A0WMPJ6 drehten nach anfangs hohen Verlusten ins Plus und gewannen zuletzt 7,8 Prozent. Die Analysten der DZ-Bank rechnen in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit steigenden Bestellungen für die Anlagen des Chipindustrie-Ausrüsters.

Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 büßten die Aktien von Gerresheimer DE000A0LD6E6 weitere 14,4 Prozent ein. Die Krise beim Verpackungsspezialisten spitzt sich weiter zu. Der Konzern muss sich weiteren Prüfungen durch die Finanzaufsicht Bafin stellen.

Indes verteuerten sich die zuletzt schwachen Titel von Adesso DE000A0Z23Q5 um 8,6 Prozent. 2025 verhalf auch ein starkes Schlussquartal dem IT-Dienstleister zu überraschend guten Ergebnissen. Für das laufende Jahr erwartet er trotz der anhaltend schwachen Konjunktur ein weiteres Wachstum. Norma DE000A1H8BV3-Titel gewannen dank eines Aktienrückkaufprogramms des Verbindungstechnikhersteller 7 Prozent./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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