FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax DE0008469008 dürfte nach seinem Rücksetzer vom Vortag am Mittwoch wieder etwas zulegen. Nach wie vor glauben die Anleger an eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. Zuletzt habe sich allerdings einmal mehr gezeigt, dass "die Friedensglocke verfrüht geläutet wurde", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,4 Prozent auf 25.284 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten in Sichtweite. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wird am Mittwochmorgen ähnlich fest erwartet.
In New York hatten die Indizes S&P 500 US78378X1072 und Nasdaq 100 US6311011026 am Dienstag dank der Friedenshoffnungen sowie des Dauerbrenners Künstliche Intelligenz (KI) neue Bestmarken aufgestellt, der Dow Jones Industrial US2605661048 bereits am vergangenen Freitag. Die asiatischen Handelsplätze zeigten zuletzt einmal mehr ein durchwachsenes Bild. Die Ölpreise gaben nach ihrem Anstieg vom Dienstag wieder etwas nach.
Die Anleger suchten nach Orientierung, so Altmann weiter. Dass der Dienstag der Handelstag mit den zweitniedrigsten Umsätzen in diesem Jahr seit dem vorangegangenen Pfingstmontag gewesen sei, belege die hohe Verunsicherung am Markt. Nur auf Rückenwind aus New York sollten die Anleger dem Experten zufolge ebenfalls nicht setzen. Denn die dortigen Indizes seien nach den erneuten Rekorden "massiv überkauft", sodass "eine Korrektur technisch gesund wäre und niemanden überraschen sollte".
Am deutschen Aktienmarkt gerieten die Titel von Wacker Chemie DE000WCH8881 und insbesondere Siltronic DE000WAF3001 schon vorbörslich unter Druck. Der Spezialchemiekonzern nutzt den guten Lauf bei den Aktien seiner Beteiligung, um im Rahmen eines beschleunigten Auktionsverfahrens Anteile an dem Waferhersteller zu verkaufen. Händlern zufolge beträgt deren Umfang 7 Prozent des Grundkapitals; der Platzierungspreis soll bei 89,35 Euro liegen.
Der Gewerbeimmobilienspezialist Aroundtown LU1673108939 verzeichnete im ersten Quartal wegen höherer Finanzierungskosten und Betriebsausgaben für seine Immobilien einen Gewinnrückgang. Dennoch bestätigte das Unternehmen die Jahresprognose. Das Gewinnziel hatte Aroundtown im April nach dem Ausbau seines Anteils an der Tochter Grand City Properties LU0775917882 aufgestockt.
Die Verve Group SE0018538068 konnte trotz erheblicher Belastungen durch Währungseffekte zu Jahresbeginn den Umsatz aus eigener Kraft steigern. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Spezialisten für digitale Werbung und Spieleentwicklung ging indes wegen höherer Kosten zurück./gl/stk
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