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20.05.26 13:07:00

APA ots news: Wandern boomt, doch Selbstüberschätzung, Weidevieh und...

APA ots news: Wandern boomt, doch Selbstüberschätzung, Weidevieh und "Alpine Divorce" machen den Berg zum Risiko

Wien (APA-ots) - - Allianz Umfrage zeigt: Der Großteil der

Österreicher:innen schätzt

sich beim Wandern als erfahren ein und bereitet sich sorgfältig auf

Touren vor.

- Risikosituationen kommen dennoch vor: Fast ein Viertel der

Wandernden hat sich trotz ungutem Gefühl schon einmal an die Gruppe

angepasst, jede:r Siebte hatte bereits einen Unfall.

- Freizeitunfälle beim Wandern sind nicht durch die gesetzliche

Unfallversicherung gedeckt.

Wandern zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in

Österreich und ist längst auch bei der jüngsten Generation zum

Trendsport geworden. Einer Befragung der Allianz Österreich zufolge

gehen zwei Drittel der Bevölkerung (65 Prozent) zumindest einmal pro

Jahr wandern, mehr als ein Fünftel (22 Prozent) unternimmt Touren im

alpinen Gelände. Ebenfalls knapp ein Fünftel (18 Prozent) gehen sogar

öfter als zehnmal pro Jahr wandern. Der Großteil der Wandernden

schätzt sich als erfahren ein. Doch so gut auch viele vorbereitet

sind: Risikosituationen am Berg sind weit verbreitet und reichen von

Selbstüberschätzung über gefährliche Begegnungen mit Weidevieh und

ernsthaften Konflikten in der Gruppe bis hin zu Unfällen und

Verletzungen.

Zwtl.: Gute Vorbereitung - aber mit Lücken

Die meisten Wandernden schätzen sich als erfahren ein: Vier von

fünf Befragten bewerten ihre Fähigkeiten als sehr gut oder eher gut,

wobei Männer (86 Prozent) deutlich selbstbewusster urteilen als

Frauen (74 Prozent). Entsprechend hoch ist auch die Bereitschaft,

Verantwortung zu übernehmen: 37 Prozent trauen sich zu, eine Gruppe

zu führen - bei Männern sind es 47 Prozent, bei Frauen 25 Prozent.

Bei der konkreten Tourenplanung zeigt sich ebenfalls ein solides

Fundament: Je 80 Prozent prüfen vorab den Wetterbericht und

kontrollieren ihre Ausrüstung. Mehr als drei Viertel (76 Prozent)

wählen die Route passend zu Kondition und Erfahrung, sechs von zehn

legen den Streckenverlauf im Detail fest. Bei einigen entscheidenden

Sicherheitspunkten besteht jedoch noch Nachholbedarf: Nur gut die

Hälfte (53 Prozent) informiert eine nicht mitreisende Person über die

geplante Route.

Zwtl.: Notfallvorsorge wird unterschätzt

Das Mobiltelefon ist mit 85 Prozent das meist mitgenommene

Ausrüstungsstück, doch sein Potenzial als Sicherheitsinstrument wird

kaum ausgeschöpft: Nur 42 Prozent haben die Bergrettungsnummer

gespeichert, und lediglich 38 Prozent teilen ihren Standort aktiv mit

jemandem.

"Wandern ist ein wunderbarer Sport, aber kein risikofreier. Die

Umfrage zeigt, dass zwar viele gut vorbereitet sind, doch selbst

trotz bester Planung kann immer etwas passieren. Wer am Berg

unterwegs ist, sollte daran denken: Die Bergrettungsnummer 140 gehört

auf jedes Mobiltelefon, und es kostet nur wenige Sekunden, den

eigenen Standort mit jemandem zu teilen. Im Ernstfall können genau

diese Sekunden entscheidend sein", sagt Jörg Hipp, Chief Product

Officer (CPO) der Allianz Österreich .

Zwtl.: Unfälle und Risiken: Denn es kann immer etwas passieren

Dass die Risiken am Berg real sind, zeigt die Umfrage deutlich:

Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) gibt an, sich selbst bereits

überschätzt zu haben, etwa in Bezug auf Streckenlänge,

Schwierigkeitsgrad oder die eigene Kondition. 37 Prozent sind schon

in eine gefährliche Wettersituation geraten, 31 Prozent haben sich

verlaufen oder die Orientierung verloren. Fast 40 Prozent mussten

eine Wanderung schon einmal vorzeitig abbrechen. Fast jede:r Siebte (

15 Prozent) hatte beim Wandern oder Bergsteigen bereits einen Unfall

oder eine Verletzung. In knapp sieben Prozent der Fälle musste sogar

die Bergrettung gerufen werden. Neben den klassischen Gefahren lauert

am Berg noch ein weiteres, oft unterschätztes Risiko: Knapp 40

Prozent der Befragten haben beim Wandern schon einmal ein abgezäuntes

Almgebiet durchquert - eine Situation, die mitunter gefährlich werden

kann, etwa bei unerwartetem Kontakt mit Weidetieren. So haben bereits

18 Prozent eine bedrohliche Begegnung mit Kühen erlebt.

Zwtl.: "Alpine Divorce" zeigt, wie der Berg Beziehungen auf die Probe

stellt

Auch ein zwischenmenschliches Phänomen sorgt zunehmend für

Gesprächsstoff: "Alpine Divorce" - das Auseinanderdriften von Paaren

oder Gruppen, wenn Leistungsniveau oder Risikobereitschaft nicht

zusammenpassen. 11 Prozent der Befragten geben an, deshalb schon

einmal einen ernsthaften Konflikt mit der Begleitperson am Berg

erlebt zu haben, weitere 14 Prozent haben Ähnliches bei anderen

Wandernden beobachtet. Besonders aufschlussreich ist dabei ein

weiteres Ergebnis: Fast ein Viertel der Befragten hat sich am Berg

schon einmal der Gruppe angepasst, obwohl man sich dabei unwohl

gefühlt hat - Männer häufiger (27 Prozent) als Frauen (22 Prozent).

"Was auf den ersten Blick überraschen mag, birgt in der Praxis ein

ernstes Sicherheitsrisiko: Wer seine eigenen Grenzen nicht

kommuniziert, gefährdet im Zweifel nicht nur sich selbst, sondern

auch andere", so Hipp . Dabei ist es gerade der soziale Aspekt -

gemeinsam raus, gemeinsam erleben -, der immer mehr junge Menschen

auf den Berg zieht.

Zwtl.: Wandern ist Trendsport der Jungen

Wandern und Bergsteigen sind längst keine Hobbys der älteren

Generation mehr. Drei Viertel der Generation Z schnüren zumindest

einmal jährlich die Wanderschuhe, fast die Hälfte (44 Prozent) der

Generation Z wagt sich ins alpine Gelände. Zum Vergleich: Bei den

Babyboomern wandern rund 61 Prozent, ins Hochgebirge zieht es jedoch

nur noch knapp 10 Prozent der Babyboomer. Der Boom unter Jüngeren hat

allerdings eine Kehrseite: Mit wachsender Begeisterung steigt

vielfach auch das Risiko. Unerfahrene Wandernde unterschätzen

häufiger Streckenlänge, Schwierigkeitsgrad oder die eigene Kondition,

was am Berg schnell gefährlich werden kann.

Zwtl.: Klares Ost-West-Gefälle

Wie oft die Österreicher:innen wandern, hängt stark davon ab, wo

sie leben: Die Umfrage zeichnet ein klares regionales Bild. Tirol

führt dabei das Ranking an. 81 Prozent der Tiroler:innen wandern

zumindest einmal im Jahr. Dahinter folgen Salzburg und Kärnten (je 75

Prozent), Oberösterreich (74 Prozent) und die Steiermark (72 Prozent)

. Im Vergleich dazu sind es in Wien nur 55 Prozent, in

Niederösterreich sogar nur 49 Prozent. Ähnlich ausgeprägt ist das

Gefälle bei der Wanderintensität: Während in Tirol 30 Prozent und in

der Steiermark 23 Prozent mehr als zehnmal jährlich auf Tour gehen,

sind es in Wien 14 Prozent und Niederösterreich nur 11 Prozent.

Interessanterweise spiegelt die Selbsteinschätzung der eigenen

Fähigkeiten diese Unterschiede nicht wider: Mit 96 Prozent schätzen

Kärntner:innen ihre Erfahrung am häufigsten als sehr bis eher gut

erfahren ein - noch vor den Tiroler:innen (86 Prozent) und den

Wiener:innen (84 Prozent), die trotz geringerer Wanderfrequenz ihr

Niveau ähnlich hoch bewerten.

Zwtl.: Gut zu wissen: Wanderunfälle sind nicht gesetzlich versichert

Gerade weil Wandern und Bergsteigen als Trendsport immer mehr

Menschen anzieht, steigt auch das Unfallrisiko. Was viele dabei nicht

wissen: Freizeitunfälle beim Wandern sind nicht über die gesetzliche

Unfallversicherung gedeckt. Bei dauerhaften Beeinträchtigungen,

langen Rehabilitationsprozessen oder einer kostspieligen

Hubschrauberbergung entstehen schnell erhebliche Lücken. "Wer in die

Berge geht, denkt meistens an die richtige Ausrüstung, aber selten an

den richtigen Versicherungsschutz. Dabei kann ein Unfall am Berg

nicht nur körperlich, sondern auch finanziell einschneidende Folgen

haben. Eigenverantwortung bedeutet eben auch, vorgesorgt zu haben,

bevor etwas passiert", sagt Hipp .

Die Allianz bietet mit ihrer privaten Unfallversicherung

umfassenden, individuell anpassbaren Schutz von Arzt- und

Operationskosten über Physiotherapie, Übernahme der

Hubschrauberbergekosten und vieles mehr bis zur Alltagsunterstützung

durch die Allianz Unfall-Assistance. Bei bleibenden

Beeinträchtigungen infolge eines Unfalls erhalten Versicherte eine

einmalige Kapitalleistung oder eine monatliche Rente -

Versicherungsschutz besteht das ganze Jahr über rund um die Uhr,

nicht nur während der Bergsaison beim Wandern .

Über die Umfrage

Marketagent hat im Auftrag der Allianz Österreich im Zeitraum vom

29. April bis 5. Mai 2026 insgesamt 1.000 Personen zum Thema Wandern

und Sicherheit am Berg befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für

die österreichische Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 75 Jahren.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service

sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Allianz Österreich

Dr. Thomas Gimesi

Telefon: +43 676 878 222 914

E-Mail: presse@allianz.at

Website: https://www.allianz.at/

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/396/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0132 2026-05-20/13:00

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