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12.05.26 09:07:25

APA ots news: Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Konjunktur bereits sichtbar

Wien (APA-ots) - Der starke Energiepreisanstieg infolge des Iran-Krieges

erhöht

weltweit die Verbraucherpreise. Das Verbrauchervertrauen hat

vielerorts abgenommen. Vor Kriegsbeginn war die Weltwirtschaft noch

kräftig gewachsen. In Österreich stieg die Wirtschaftsleistung im I.

Quartal 2026 moderat. Die Unternehmensstimmung trübte sich wegen des

Krieges ein, während die Inflation infolge des Energiepreisschocks

deutlich anzog. Die Beschäftigungsdynamik reichte nicht aus, um einen

Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern.

"Rohöl wird laut den Markterwartungen in den kommenden Monaten

etwas teurer sein als im Hauptszenario der letzten WIFO-

Konjunkturprognose angenommen, Erdgas etwas billiger. Die

Preiserwartungen sind aber weiterhin deutlich niedriger als im

pessimistischen Szenario unterstellt. Im März und April entsprachen

die Rohölpreise den in der WIFO-Prognose unterstellten Werten", so

der Autor des aktuellen WIFO-Konjunkturberichtes Stefan Ederer.

Die Folgen des Iran-Krieges belasten die Weltwirtschaft. Die

Straße von Hormus ist seit Anfang März faktisch blockiert. Rohöl der

Sorte Brent kostete im März und April durchschnittlich rund 100 $ je

Barrel, Erdgas auf dem europäischen Markt (Dutch TTF) rund 50 je

MWh. Gemäß den Terminmarkt-Notierungen von Anfang Mai dürften die

Energiepreise noch mehrere Monate auf einem ähnlichen Niveau

verharren. Die Stimmung der Dienstleister und das

Verbrauchervertrauen haben sich seit Kriegsbeginn vielerorts

eingetrübt. Auf den Aktienmärkten gingen die Kurse im März deutlich

zurück, erholten sich aber wieder. Die Inflation erhöhte sich infolge

des Energiepreisschocks weltweit.

Bis zum Ausbruch des Iran-Krieges expandierte die Weltwirtschaft

kräftig. Der Welthandel und die globale Industrieproduktion wurden

laut Centraal Planbureau (CPB) merklich ausgeweitet. In den USA war

die Konjunktur weiter robust und auch im Euro-Raum expandierte die

Wirtschaft stetig. In Deutschland schlug sich das Fiskalpaket in

einem erneuten Anstieg des BIP im I. Quartal nieder.

In Österreich war die Konjunktur im I. Quartal 2026 leicht

aufwärtsgerichtet. Das BIP legte gegenüber dem Vorquartal um

voraussichtlich 0,2% zu. Die Exporte stagnierten und die

Wertschöpfung in der Herstellung von Waren sank gegenüber dem

Vorquartal.

Die Auswirkungen des Iran-Krieges dämpfen auch in Österreich die

Konjunktur. Laut WIFO-Konjunkturtest verschlechterten sich die

Lagebeurteilungen und die unternehmerischen Erwartungen im April und

lagen per Saldo wieder klar im pessimistischen Bereich. Die WIFO-

Konjunkturampel sprang im April auf Rot.

Die Verbraucherpreisinflation erhöhte sich im März und April und

erreichte laut Schnellschätzung von Statistik Austria zuletzt 3,3%.

Energie war um fast 11% teurer als im Vorjahr. Die Zahl der

unselbständig aktiv Beschäftigten war im April um voraussichtlich 0,8

% höher als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig nahm jedoch auch die Zahl

der Arbeitslosen zu. Die Arbeitslosenquote betrug nach nationaler

Definition voraussichtlich 7,5%.

Abbildung 1: Energiepreisentwicklung im Vergleich zu den Annahmen

der WIFO-Konjunkturprognose vom Frühjahr 2026 - auf der WIFO-Website

Zu den Definitionen siehe " Methodische Hinweise und Kurzglossar

".

Rückfragehinweis:

Rückfragen bitte am Dienstag, dem 12. Mai 2026, von 9 bis 11 Uhr, an

Dr. Stefan Ederer, Tel. (1) 798 26 01 - 464, stefan.ederer@wifo.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/235/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0028 2026-05-12/09:00

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