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25.06.26 11:07:46

APA ots news: Allianz Pensionsumfrage: Österreicher:innen sehen hohen...

APA ots news: Allianz Pensionsumfrage: Österreicher:innen sehen hohen Reformbedarf, zweifeln aber an Umsetzung

München/Wien (APA-ots) - - Vier von fünf Österreicher:innen erachten eine

Reform des

Pensionssystem als notwendig - doch weniger als jede:r Zweite glaubt,

dass die Politik hier handeln wird.

- Eigenverantwortung und private Ersparnisse werden als wichtigster

Baustein erachtet, um für das Alter vorzusorgen.

- Mehr als die Hälfte der Österreicher:innen glaubt, dass die

gesetzliche Pension künftig den Großteil des Alterseinkommens

ausmachen wird.

84 % der Österreicher:innen sehen Reformbedarf für das heimische

Sozial- und Pensionssystem, um dessen langfristige Tragfähigkeit zu

sichern - so das Ergebnis einer internationalen Pensionsumfrage der

Allianz Research unter insgesamt rund 8.000 Befragten in Österreich,

Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und

den USA. Deutlich geringer fällt das Vertrauen in die politische

Umsetzungsfähigkeit aus: Nur 46 % der Menschen hierzulande glauben,

dass die notwendigen Reformen tatsächlich kommen werden.

Diese Ergebnisse decken sich auch mit jenen der anderen Länder:

Im internationalen Vergleich befürworten 80 % der Befragten Reformen,

doch der Glaube an deren Umsetzung fällt deutlich geringer aus. Am

optimistischsten sind die USA (66 %) und Polen (63 %), während

Deutschland (42 %) und Italien (36 %) besonders skeptisch sind.

Zudem zeigt die Umfrage ein bemerkenswertes Generationenmuster:

Mit zunehmendem Alter steigt zwar die Überzeugung, dass Reformen

notwendig sind. Das Vertrauen in deren Umsetzung sinkt jedoch

gleichzeitig. Während über alle Länder hinweg 61 % der 18- bis 34-

Jährigen an eine erfolgreiche Umsetzung glauben, sind es bei den 50-

bis 64-Jährigen nur 44 % und bei den 65- bis 79-Jährigen 43 %. In

Österreich ist die Zuversicht noch niedriger: 54 % der 18- bis 34-

Jährigen und 42 % der 50- bis 64-Jährigen rechnen mit erfolgreichen

Reformen. Die Ergebnisse widerlegen damit die Vorstellung, ältere

Generationen würden Reformen grundsätzlich ablehnen.

"Die Österreicher:innen sind realistisch: Sie wissen, dass das

Pensionssystem vor großen Herausforderungen steht und sie sind

bereit, selbst Verantwortung zu übernehmen. Umso mehr begrüßen wir,

dass die Bundesregierung mit der Reform der betrieblichen

Altersvorsorge nun einen Schritt setzt, auf den die Branche jahrelang

gewartet hat. Auch wenn aus unserer Sicht noch mehr möglich gewesen

wäre, beispielsweise durch eine automatische Einbeziehung aller

Beschäftigten mit der Möglichkeit zum Opting-Out, wie es in anderen

Ländern erfolgreich praktiziert wird, bringt die Novelle wesentliche

Fortschritte: Durch die neue Vorsorge-Veranlagungsgemeinschaft und

das Lebenszyklusmodell können Vorsorgekassen künftig deutlich höhere

Erträge für ihre Kund:innen erwirtschaften. Zusätzlich wird mit dem

Generalpensionskassenvertrag die Zusatzpension erstmals für alle

Arbeitnehmer:innen zugänglich - nicht nur für die bisherigen 25

Prozent, deren Arbeitgeber freiwillig in das Pensionskassensystem

eingezahlt haben. Unsere Aufgabe ist es nun, die Menschen dabei zu

unterstützen, diese neuen Möglichkeiten auch zu nutzen, damit

kapitalgedeckte Vorsorge zur Selbstverständlichkeit wird", so Andreas

Csurda, Vorstandsmitglied Allianz Pensionskasse AG und Allianz

Vorsorgekasse AG .

Zwtl.: Zusätzliche private Vorsorge findet die größte Zustimmung

Bei der Frage, wie die Belastungen einer alternden Gesellschaft

bewältigt werden sollen, sprechen sich die Befragten in allen Ländern

am häufigsten für mehr Eigenverantwortung und private Ersparnisse aus

(29 %). Deutlich weniger Zustimmung erhalten Vorschläge, die auf

höhere Steuern oder steigende Sozialversicherungsbeiträge setzen (

International: 12 %, Österreich: 7%).

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass unterschiedliche Ansichten über

konkrete Reformmaßnahmen nicht mit einer generellen Ablehnung von

Reformen gleichzusetzen sind. Nur eine Minderheit lehnt sämtliche

vorgeschlagenen Reformoptionen grundsätzlich ab (22 %). In Österreich

ist dieser Anteil mit 33 % allerdings überdurchschnittlich hoch.

Zwtl.: Viele Menschen sind auf mehr Eigenvorsorge angewiesen, aber

nur unzureichend vorbereitet

Nur rund die Hälfte hat eine klare Vorstellung von der eigenen

finanziellen Situation im Alter. Gleichzeitig erwartet etwa die

Hälfte, dass die gesetzliche Pension künftig den Großteil des

Alterseinkommens ausmachen wird - in Österreich sind es 53 %.

Vor diesem Hintergrund spielt finanzielle Bildung eine zentrale

Rolle: Nur wer über private und betriebliche Vorsorgemöglichkeiten

Bescheid weiß, kann rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um den

gewohnten Lebensstil auch im Alter aufrechterhalten. Tatsächlich

verfügen aber lediglich 18 % der Befragten über ein hohes Maß an

Finanzwissen, während 26 % nur geringe Kenntnisse aufweisen. Die

Finanzbildungslücke ist damit zugleich eine Pensionswissenslücke.

"Die Umfrage zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger die

Herausforderungen für die Pensionssysteme klar erkennen. Gleichzeitig

besteht eine erhebliche Skepsis gegenüber der politischen

Umsetzungsfähigkeit. Bemerkenswert ist jedoch die Bereitschaft vieler

Menschen, selbst mehr Verantwortung für die eigene Altersvorsorge zu

übernehmen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Reformen, die

private und betriebliche Vorsorge stärken und gleichzeitig die

Finanzbildung verbessern", fasst Ludovic Subran, Chefvolkswirt und

Chefanlagestratege der Allianz SE die Ergebnisse der Studie zusammen.

Die gesamte Studie und weitere Veröffentlichungen finden Sie hier

.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Allianz Österreich

Dr. Thomas Gimesi

Telefon: +43 676 878 222 914

E-Mail: presse@allianz.at

Website: https://www.allianz.at/

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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