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02.04.26 08:07:18

APA ots news: ACREDIA: Nahostkrieg trübt Konjunkturausblick 2026/27 deutlich ein

Schwächeres Wachstum, höhere Inflation und steigender Druck

auf Unternehmen - Österreichs Exportwirtschaft besonders

exponiert

Wien (APA-ots) - Wien, 1. April 2026 - Die globale Konjunktur gerät

zunehmend unter

Druck. Der Krieg im Nahen Osten belastet den Wirtschaftsausblick für

2026 und 2027 spürbar und verstärkt bestehende strukturelle

Schwächen. Nach Einschätzung der ACREDIA Group in Zusammenarbeit mit

Allianz Research führt die Eskalation zu schwächerem Wachstum,

höherer Inflation und steigender Unsicherheit. Besonders betroffen

sind energieabhängige Regionen, exportorientierte Volkswirtschaften

sowie Unternehmen mit bereits angespannten Margen.

Im Basisszenario wird das globale Wirtschaftswachstum 2026 nur

noch bei +2,6 Prozent erwartet - um 0,5 Prozentpunkte weniger als vor

der jüngsten Zuspitzung des Konflikts. Für die USA wird ein Wachstum

von +2,1 Prozent, für die Eurozone nur noch von +0,8 Prozent

prognostiziert. Gleichzeitig steigt der Inflationsdruck auf 3,2

Prozent in den USA und 3,0 Prozent in der Eurozone.

"Die geopolitische Eskalation trifft auf eine ohnehin fragile

Weltwirtschaft. Der aktuelle Schock verstärkt bestehende strukturelle

Schwächen - von hohen Staatsdefiziten bis zu anfälligen

Lieferketten", sagt Michael Kolb, Vorstand der ACREDIA Group.

Zwtl.: Energiepreise als zentraler Risikotreiber

Im Zentrum der wirtschaftlichen Auswirkungen stehen die

Energiepreise. Die Straße von Hormus bleibt ein kritischer Engpass

für den globalen Handel: Rund 25 Prozent der weltweiten Öl- und

Gasströme passieren diese Route.

Im Basisszenario wird erwartet, dass sich der Ölpreis bis Ende

2026 bei rund 80 USD pro Barrel stabilisiert. Eine weitere Eskalation

mit längerfristigen Unterbrechungen könnte jedoch massive

Verwerfungen auslösen: Ölpreise von bis zu 180 USD pro Barrel sowie

deutlich steigende Gaspreise wären möglich.

"Energiepreise entwickeln sich zunehmend zum zentralen

Steuerungsfaktor für Inflation, Wachstum und unternehmerische

Planung. Die Unsicherheit ist derzeit außergewöhnlich hoch", so Kolb.

Ein solches Szenario hätte erhebliche Folgen: Die Eurozone würde

in eine technische Rezession rutschen, während sich auch die US-

Wirtschaft deutlich abschwächen würde. Gleichzeitig könnte die

Inflation auf deutlich über vier Prozent steigen.

Zwtl.: Unternehmen unter Druck - Österreich besonders betroffen

Für Unternehmen entsteht ein klassischer Kostenschock: Höhere

Preise für Energie, Rohstoffe und Vorprodukte treffen auf eine

gleichzeitig schwächere Nachfrage und restriktivere

Finanzierungsbedingungen. Besonders betroffen sind energieintensive

Branchen, Industrie, Transport und konsumnahe Sektoren. Margen und

Liquidität geraten dadurch zunehmend unter Druck.

Für Österreich wiegen diese Entwicklungen besonders schwer. Als

stark exportorientierte Volkswirtschaft ist das Land direkt von

globaler Nachfrage, stabilen Lieferketten und berechenbaren

Handelsströmen abhängig.

In diesem Umfeld erwartet die ACREDIA Group einen weiteren

Anstieg der Unternehmensinsolvenzen: Für die Eurozone wird 2026 ein

Plus von 2,5 Prozent prognostiziert, für die USA ein Anstieg um 8,6

Prozent.

Zwtl.: Welthandel und Märkte unter Druck - strukturelle Unsicherheit

nimmt zu

Auch der globale Warenhandel wird durch die geopolitische Lage

spürbar gebremst und dürfte 2026 nur noch um +1,5 Prozent wachsen.

Besonders betroffen sind energieabhängige Regionen sowie

exportorientierte Volkswirtschaften, während das Umfeld in Europa

insgesamt angespannt bleibt. Bei einer weiteren Eskalation droht eine

deutliche Verschlechterung: Das Wachstum im Welthandel könnte auf +

0,5 Prozent sinken, im Extremfall wäre sogar ein Rückgang möglich.

Gleichzeitig zeigen die Finanzmärkte bereits klare Reaktionen auf

das veränderte Umfeld. Investoren stellen sich zunehmend auf ein

stagflationäres Szenario ein, Renditen steigen, Aktienmärkte geraten

unter Druck und sichere Anlagen gewinnen an Bedeutung. Notenbanken

stehen dabei vor einem schwierigen Balanceakt zwischen

Inflationsbekämpfung und Wachstumsstützung.

Der aktuelle Konflikt ist zudem Ausdruck eines tiefergehenden

strukturellen Wandels: Die globale Wirtschaft entfernt sich zunehmend

von einer effizienzgetriebenen, regelbasierten Ordnung hin zu einem

Umfeld, das stärker von geopolitischen Interessen, staatlichen

Eingriffen und strategischer Autonomie geprägt ist. Lieferketten

werden diversifiziert, Handelsströme politisiert und wirtschaftliche

Abhängigkeiten reduziert.

"Volatilität ist heute kein Ausnahmezustand mehr, sondern ein

permanenter Faktor unternehmerischer Planung. Unternehmen müssen

Risiken früh erkennen, Szenarien mitdenken und ihre Strategien

entsprechend flexibel ausrichten", betont Kolb.

Mehr zum Global Economic Outlook finden Sie hier:

Rückfragehinweis:

ACREDIA Group

Stefan Lindlbauer, MBA

Telefon: +43 (0)5 01 02-2150

E-Mail: stefan.lindlbauer@acredia.at

Website: https://www.acredia.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1001174/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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