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15.04.26 13:51:13

AKTIEN IM FOKUS: Luxusbranche sehr schwach nach weiteren Enttäuschungen

PARIS/FRANKFURT/ZÜRICH (dpa-AFX) - Überraschend schwache Erlöse im ersten Quartal haben Aktien europäischer Luxusgüterunternehmen am Mittwoch kräftig belastet. Der Iran-Krieg hinterlasse bereits Spuren, hieß es. Zudem gab es verfehlte Erwartungen mit Blick auf die Geschäfte in China und Frankreich sowie auch unternehmensspezifische Enttäuschungen.

Besonders deutlich ging es im französischen Leitindex Cac 40 FR0003500008 für Kering FR0000121485 abwärts mit minus 10 Prozent auf 252,10 Euro, womit ein Teil der jüngsten Erholung seit dem Siebenmonatstief im März nun wieder Geschichte ist. Im Leitindex der Eurozone sackten die Papiere von Hermes FR0000052292 zeitweise mit minus 13 Prozent auf den tiefsten Stand seit Januar 2023 und gaben zuletzt um 9,2 Prozent auf 1.619 Euro nach.

LVMH FR0000121014 sanken unterdessen mit minus 0,7 Prozent auf 478,20 Euro nur leicht. Richemont CH0210483332 verloren als Schlusslicht im SMI CH0009980894 1,9 Prozent auf 153,45 Franken, und am deutschen Aktienmarkt gaben Hugo Boss DE000A1PHFF7 im MDax DE0008467416 um 1,5 Prozent auf 36,52 Euro nach. Letztgenannte Aktie wurde vor allem vom schwächer als erwarteten Umsatz der Kering-Marke Gucci belastet, wie die Experten der Bank Oddo BHF erklärten.

Nachdem LVMH am Montagabend Umsatzzahlen veröffentlicht hatte, folgten Kering am Dienstag und Hermes am Mittwochmorgen. Richemont wird mit Geschäftsjahreszahlen erst gegen Ende Mai erwartet. Anfang Mai stehen die Zahlen zum ersten Quartal des Modeunternehmens Boss auf der Agenda.

Während die Zahlen von LVMH, Kering oder auch Hermes allesamt durch Belastungen des Nahost-Konflikts überschattet wurden, hielten sich die Papiere von LVMH dennoch spürbar besser als die der Konkurrenz. Jefferies-Analyst James Grzinic etwa sah in LVMHs Zahlen graduelle operative Fortschritte.

Unter anderem verwies er auf die Marke Dior und darauf, dass Dior Newness zunehmend Anklang finde. Die Produkte des Designers Jonathan Anderson machten zwar nur einen kleinen Teil des Umsatzmixes im ersten Quartal aus, doch sei sowohl in den USA als auch in China eine sehr gute Geschäftsentwicklung zu beobachten gewesen, zitiert er das Management. Die Resonanz, insbesondere bei kaufkräftigeren Kunden, sei sehr gut.

Zwar senkten auch für LVMH mehrere Analysten ihre Kursziele, an diesem Tag etwa Nick Anderson von der Berenberg Bank. Anderson verwies vor allem auf den Nahost-Konflikt, die Geschäftsentwicklung in den USA aber sieht er positiv. DZ-Bank-Analystin Katharina Schmenger nannte die Nachfrage aus China robust und wies obendrein auf das starke Wachstum der Uhren- und Schmucksparte hin.

Bei Kering indes bemängelten Analysten vor allem die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Geschäftsentwicklung der Sparte Mode & Lederwaren und vor allem das schlechte Abschneiden der wichtigen Marke Gucci. So schrieb etwa JPMorgan-Analystin Chiara Battistini: Auch wenn Gucci in Nordamerika Fortschritte verzeichnet und sich das Management zuversichtlich gezeigt habe, was die Revitalisierung der Marke betreffe, seien "die Rückgänge bei Gucci weiterhin erheblich".

Außer den USA hätten alle Regionen weiterhin zweistellige Rückgänge verzeichnet und es gebe bisher kaum Anzeichen für eine nennenswerte positive Trendwende trotz zunehmender Produktneuheiten. Daher geht Battistini nun davon aus, dass diese Trendwende deutlich länger dauern und wesentlich mehr Aufwand erfordern werde, als Optimisten derzeit glaubten.

Auch zu Hermes waren die Analystenkommentare kritisch. So schrieb Zuzanna Pusz von der Schweizer Bank UBS etwa, dass der französische Luxusgüterhersteller trotz der angesichts des Nahost-Konflikts bereits etwas gedämpften Erwartungen einen schwachen Jahresstart hingelegt habe. Sie hob die durchwachsene Ergebnisqualität der einzelnen Sparten hervor, die ihr zufolge die Debatte über die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und damit auch die Debatte über die langfristigen Wachstumsraten weiter anheizen dürften.

Grzinic von Jefferies wies außerdem auf die nach wie vor bestehenden Probleme von Hermes in China hin, und Berenberg-Analyst Anderson sprach von einem "deutlich erschütterten Marktvertrauen", das durch positivere Quartalsberichte erst wieder hergestellt werden müsse. Das Management, so untermauerte er seine Aussage, sei in der Telefonkonferenz "gezwungen gewesen, Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Geschäftsmodells, der Abhängigkeit vom Tourismus und des Ausmaßes der Störungen im Nahen Osten auszuräumen"./ck/mne/jha/

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