(neu: Kurse, Kommentar zu JPMorgan)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Prozess der Übernahme durch die Unicredit IT0005239360 haben die Aktien der Commerzbank DE000CBK1001 ihren guten Lauf am Mittwoch nur zu Beginn fortgesetzt. Mit einem Anstieg um bis zu 2,1 Prozent auf 43,37 Euro näherte sich der Kurs in einem positiven Branchenumfeld dem Hoch vom August 2010.
Darüber hätte den Aktien dann ein Hoch seit 2009 gewunken, doch zu einem weiteren Vorstoß kam es unmittelbar vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zunächst nicht. Anleger nutzten das nochmals erhöhte Anfangsniveau schnell zu Gewinnmitnahmen, die den Kurs dann über ein Prozent ins Minus drückten. Die Aktien der Deutschen Bank DE0005140008, die zuletzt etwas von ihrem Hoch seit 2011 zurückgefallen waren, erholten sich um 0,7 Prozent.
Der gesamteuropäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks EU0009658806 gehörte mit einem Anstieg um zuletzt 0,8 Prozent zu den Favoriten. Zuletzt hatten noch Aussagen der Bank of America US0605051046 zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal die Stimmung getrübt. Laut Börsianern gab es von dem US-Konkurrenten JPMorgan US46625H1005 im Rahmen einer Fachkonferenz aber bessere Aussagen, die nun erleichternd wirkten.
Am Abend gehen Marktteilnehmer überwiegend von einer Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed aus - trotz der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Senkungen. Laut der NordLB liegt die am Markt implizierte Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte bei über 94 Prozent. Für gewöhnlich heißt es, dass höhere Zinsen im Bankensektor das Kreditgeschäft theoretisch wieder attraktiver machen können.
Mit Blick auf die Commerzbank verwies ein Marktteilnehmer auf Aussagen der Chefin Bettina Orlopp im Rahmen einer Fachkonferenz vom Vortag. Demnach erwarte sie einen höheren Zinsüberschuss im dritten Quartal, Gebührenwachstum und stabile Kosten. Der Börsianer erwähnte auch Ausschüttungspläne positiv, betonte jedoch Unsicherheiten hinsichtlich der Situation mit der Unicredit./tih/ag/jha/
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