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27.02.26 08:33:09

OTS: Allianz Trade / Abbau kritischer Mineralien: Investitionen von 1,1 ...

Abbau kritischer Mineralien: Investitionen von 1,1 Billionen US-Dollar

bis 2040 notwendig

Hamburg (ots) -

- Weltweite Bergbauindustrie benötigt 1,1 Billionen US-Dollar (USD) an

Investitionen bis 2040

- Etwa 800 Milliarden (Mrd.) USD entfallen auf den dringend notwendigen Ausbau

von Kapazitäten, um den Nachfrage-Boom aus KI und grünen Technologien zu

decken

- Weitere rund 450 Mrd. USD benötigt die Branche, um selbst nachhaltiger zu

werden

- Bergbau ist für etwa 4-7 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich

und hat in der Vergangenheit zu Waldverlusten beigetragen

Die Bergbauindustrie steht vor einem schwierigen Spagat zwischen Nachfrage-Boom

und Nachhaltigkeit - verbunden mit hohen notwendigen Investitionen. Insgesamt

1,1 Billionen US-Dollar (USD) benötigt die Industrie weltweit bis 2040. Mit etwa

800 Milliarden (Mrd.) USD entfällt der Großteil dieser Investitionen auf den

dringend notwendigen Ausbau von Kapazitäten, um den Nachfrage-Boom von KI und

grünen Technologien zu decken. Weitere rund 450 Mrd. USD benötigt die Branche

für die Verbesserung der eigenen Nachhaltigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die

aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade.

"Der Nachfrage nach kritischen Mineralien boomt", sagt Dr. Markus Zimmer, Senior

Volkswirt und ESG-Experte bei Allianz Trade. "Ein doppelter Wandel treibt den

Bedarf nach Mineralien in die Höhe, da Dekarbonisierung und Digitalisierung

gleichzeitig die industrielle Basis neu gestalten. Einerseits verlagern sich

Energiesysteme in Richtung Elektrifizierung, erneuerbare Energien, Speicherung

und erweiterte Netze. Andererseits treiben künstliche Intelligenz hohe

Investitionen in Rechenzentren und Computerinfrastruktur."

Rasanter Nachfrage-Boom bei kritischen Mineralien

Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass sich bis 2040 die

Nachfrage nach Lithium verfünffachen und die nach Graphit und Nickel verdoppeln

könnte. Bei Kobalt und Seltenen Erden könnte der Bedarf um 50 bis 60 % steigen,

bei Kupfer um etwa 30 %. Um diesen Anstieg zu bewältigen, sind nicht nur neue

Minen erforderlich, sondern auch erweiterte Verarbeitungskapazitäten,

Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte. Gleichzeitig wird sich der

Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 voraussichtlich mehr als verdoppeln, was

die Notwendigkeit von Investitionen in das Stromnetz und zusätzliche Materialien

unterstreicht.

"Die Industrie hat Mühe, mit dieser rasanten Nachfrage Schritt zu halten", sagt

Zimmer. "Obwohl eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft letztendlich die

Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringern könnte, lassen sich die

Lieferketten für strategisch wichtige Mineralien nur langsam ausbauen."

Nachhaltigkeit entscheidender Faktor

Neue Projekte benötigen Jahre für die Genehmigung und Finanzierung und sehen

sich steigenden ökologischen und sozialen Standards gegenüber. Das Tempo, mit

dem die Förder- und Verarbeitungskapazitäten wachsen können, ist daher ein

Flaschenhals. Gleichzeitig besteht die Gefahr, die Abhängigkeit von fossilen

Brennstoffen zu verlängern und den Klimawandel zu beschleunigen, wenn es nicht

gelingt, verantwortungsbewusst zu skalieren.

Umweltbelastungen verstärken diese Engpässe. Der Bergbau trägt etwa 2-4 % zum

globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei und sichert den Lebensunterhalt von

Millionen von Menschen.

Waldverlust als zusätzlicher Treiber des Klimawandels

"Gleichzeitig ist der Bergbau ist für etwa 4-7 % der globalen

Treibhausgasemissionen verantwortlich sowie für die Abholzung von Waldflächen",

sagt Zimmer. "Der Bergbau spielt beim Waldverlust zwar eine kleinere Rolle als

die Landwirtschaft oder die städtische Expansion, dennoch sind die Verluste

groß: Von 2001 bis 2023 wurden fast 20.000 km² Wald direkt abgeholzt, wodurch

etwa 0,75 Gigatonnen (Gt) CO2 entstanden sind. Zum Vergleich: Das ist etwas mehr

als die jährlichen Emissionen Deutschlands im Jahr 2024. Daher ist es wichtig,

bei zukünftigen Projekten einen Ausgleich zu schaffen."

Strengere Betriebsvorschriften, Renaturierungsmaßnahmen und glaubwürdige

Ausgleichsmechanismen wie Biodiversitätsausgleich und Wiederaufforstung könnten

diese Auswirkungen auf Umwelt und Klima verringern. Auch wenn dies umstritten

ist, könnte eine wirksame Umsetzung dazu beitragen, den Netto-Waldverlust bei

steigender Nachfrage nach Mineralien zu begrenzen.

"Es sind erhebliche Investitionen erforderlich", sagt Zimmer. "Wir schätzen den

kumulierten Investitionsbedarf bis 2040 für zusätzlichen und nachhaltigen

Bergbau, die Verarbeitung der geförderten Mineralien und den Ausbau der

Aufbereitung von Mineralien in der Kreislaufwirtschaft auf rund 1,1 Billionen

US-Dollar. Nachhaltiger Bergbau ist ein wesentlicher Bestandteil des Übergangs,

auch um noch teurere Rückstellungen zu vermeiden."

Eine Unterinvestition birgt das Risiko, dass später die Gesellschaft für die

ausgebliebenen Stilllegungsrückstellungen aufkommen muss und das Projektrisiko

steigt. Hier können verbesserte nachhaltige Praktiken und Abläufe eine

Win-Win-Situation schaffen. Klare, frühzeitige Erwartungen seitens der

Regulierungsbehörden, Gemeinden und Kunden würden es ermöglichen, die Kosten im

Voraus zu kalkulieren, die Zusammenarbeit zu optimieren und die Glaubwürdigkeit

der Genehmigungen zu verbessern.

Die vollständige Studie (ENG, pdf) finden Sie beigefügt und hier:

https://bit.ly/4l1MIRW

Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und

anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz

gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100

Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,

um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die

Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen

kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die

Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)

entfallen.

Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und

gibt den weltweit über 70.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte

und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating

von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im

Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800

Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen

konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden und versicherte weltweit

Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de

Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen

Die in dieser Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über zukünftige

Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf aktuellen

Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren, und bekannte und

unbekannte Risiken sowie Unsicherheiten beinhalten, aufgrund derer die

tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse von den hier gemachten

Aussagen wesentlich abweichen können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im

jeweiligen Kontext spiegelt die Verwendung von Wörtern wie "kann", "wird",

"sollte", "erwartet", "plant", "beabsichtigt", "glaubt", "schätzt",

"prognostiziert", "potenziell" oder "weiterhin" ebenfalls eine

zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen

oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren von solchen

zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören

u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der

branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die Kernmärkte der

Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der

"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und

Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten

Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen

ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß

der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen

einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der

Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen

einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen

Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.

ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich

der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,

sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,

regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die

Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge

und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen übernimmt keine

Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Pressekontakt:

Allianz Trade

Antje Wolters

Pressesprecherin

Telefon: +49 (0)40 8834-1033

Mobil: +49 (0)160 899 2772

mailto:antje.wolters@allianz-trade.com

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OTS: Allianz Trade

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