(Korrigiert wird, dass es bei Infineon zuletzt das Hoch seit dem Jahr 2000 war - kein Rekordhoch.)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der globale Ausverkauf nach starkem Lauf setzt sich am Montag ein Stück weit auch bei deutschen Chipwerten fort. Am Freitag waren die Verluste an der US-Börse Nasdaq wegen Gewinnmitnahmen immer größer geworden und dies zeigte sich zu Wochenbeginn dann teils noch stärker an den technologielastigen Börsen in Asien. Vor allem in Südkorea ging es abwärts.
Hierzulande war der Infineon-Kurs DE0006231004 am Freitag schon um neun Prozent abgesackt und nun ging es nochmals um bis zu vier Prozent bergab. Zuletzt wurden die Titel zwei Prozent tiefer zu 75,80 Euro gehandelt. Nachdem sich der Kurs des Chipkonzerns in diesem Jahr mehr als verdoppelt und zuletzt mit 88,46 Euro ein Hoch seit dem Jahr 2000 erreicht hatte, summiert sich der Rückschlag bei den Papieren nun schon auf mehr als 14 Prozent.
Auch Unternehmen, die mit der Chipbranche in direkter Verbindung stehen, leiden neuerdings. Der Waferhersteller Siltronic DE000WAF3001 und die Ausrüsterfirmen Aixtron DE000A0WMPJ6, PVA Tepla DE0007461006 und Suss Microtec DE000A1K0235 verloren, die Kurse sanken am Montag im Größenbereich von 2,7 bis 5,8 Prozent.
Der Marktbeobachter Stephen Innes sprach von einem "schwarzen Montag" in Südkorea, wo der Handel eine Zeit lang wegen der Turbulenzen pausierte. Der Kospi bewegte sich dann zuletzt in Seoul mit mehr als acht Prozent im Minus nach etwa neun Prozent im frühen Handel. "Wenn sich der heißeste Tummelplatz plötzlich in eine hektische Fluchtsituation verwandelt, bleibt das den Händlern nicht verborgen", erklärte der Managing Partner bei SPI Asset Management.
An der New Yorker Nasdaq waren die Kursverluste am Freitag auf fast fünf Prozent ausgeweitet worden. Die zuletzt besonders heiß gelaufenen Aktien der Chipkonzerne ARM US0420682058, Marvell US5738741041, Micron US5951121038 und AMD US0079031078 waren dort mit besonders hohen Kursverlusten aufgefallen. Befeuert worden war die Bewegung auch von einem soliden Jobbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihren Leitzins erhöhen wird./tih/la/stk
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