Deutsche Börse Frankfurt - Sentimentindikator

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Deutsche Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 1. April: „Wiederkehrende Muster"

Joachim Goldberg

In dem DAX-Verlauf der vergangenen Woche erkennt Joachim Goldberg ein Muster mit Verlusten zum Wochenende hin, zeitweise über 3 Prozent, und der Erholung zum Wochenbeginn. Etliche Investorinnen und Investoren würden darauf handeln. So haben 9 Prozent der Profis ihre Short-Engagements geschlossen seit vergangenen Mittwoch, einige mit Gewinnen, wie der Verhaltensökonom vermutet, und 3 Prozent sind long gegangen. Der Sentiment-Index springt auf +31 Punkte. Auch private Anlegerinnen und Anleger haben sich in diese Richtung bewegt, ihr Sentiment-Index steht mit +17 allerdings deutlich tiefer.

Goldberg zieht ein gemischtes Fazit: An der Unterseite sei der DAX nicht gut gestützt, an der Oberseite dürften heutige Bullen eine Erholung ausbremsen, die heute noch im Minus sind – ab 23.600/650 DAX-Punkten. Sollte der Markt zur Überzeugung kommen, die Lage im Nahen Osten bessere sich doch nicht, stünden die nächsten Verkäufe ins Haus.

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Zur Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Über Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.